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DStGB-Dokumentationen

Nr. 58 - Handlungsempfehlung zur Kostensenkung in der kommunalen Abfallentsorgung

Die jüngere Entwicklung der Abfallwirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft mit hohen gesetzlichen ökologischen Anforderungen führt zu einer kostenintensiven Ausweitung der Leistungen der Abfallentsorgung und fordert damit auch ihren Tribut vom Gebührenzahler. Umweltschutz ist nicht zum Nulltarif zu haben. So wurden etwa allein zur Vorbereitung der Umsetzung des Verbots der Ablagerung unvorbehandelten Abfalls, das zum 1.6.2005 in Kraft getreten ist, Anlageninvestitionen in Milliardenhöhe getätigt.

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In der Entsorgungslogistik ist die aktuelle Situation gekennzeichnet durch eine Vielzahl von getrennt zu erfassenden Abfallarten und den Einsatz unterschiedlicher Behältergrößen und -systeme. Durch die verstärkte Einführung der getrennten Sammlung haben sich erhebliche Verschiebungen der Abfallmengen ergeben, aus denen nicht nur der Aufbau neuer Logistikstrukturen für die Wertstofferfassung, sondern insbesondere durch den Einsatz kleinerer Behälter und verlängerter Abfuhrintervalle auch eine Anpassung der Restabfallsammlung resultieren. Dadurch besteht für den Bürger oftmals eine Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen Abfuhrintervallen und Servicegraden bei einem gleichzeitig breit gefächerten Behälterangebot. Diese deutlich gestiegene Komplexität der Entsorgungslogistik ist in jüngerer Zeit zunehmend verbunden mit der Diskussion über steigende Abfallgebühren. Für Kommunen als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger ergibt sich hieraus ein erheblicher Druck zu einer höheren Wirtschaftlichkeit in allen Bereichen der Abfallwirtschaft.

In dem vorliegend ausgewerteten Forschungsvorhaben, das durch das BMBF gefördert wurde, hat sich in den verschiedenen Städten und kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben, die die praktische Durchführung von Kostenoptimierungsmaßnahmen getestet haben, ein erhebliches Kostensenkungspotenzial im Logistikbereich gezeigt. In Abhängigkeit von der jeweiligen Ausgangssituation unter Beachtung der ortsspezifischen Besonderheiten konnten bei einer effektiven Verknüpfung verschiedener Einzelmaßnahmen Einsparungen von bis zu 20 Prozent bei den Abfuhrkosten realisiert werden.

Der hier vorgelegte Handlungsleitfaden soll Anregungen geben, das eigene operative Vorgehen zu überprüfen und Hilfestellungen für die kommunale Entsorgung anbieten, die Entsorgungslogistik so effektiv wie möglich zu organisieren. Mit Hilfe der vorgeschlagenen Maßnahmen kann sicherlich mancherorts dem bundesweiten Trend steigender Abfallgebühren entgegen getreten werden.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort Dr. Jürgen Heidborn 2
Vorwort Dr. Gerd Landsberg 3
1 Einführung 4
2 Einflussgrößen auf die Entsorgungslogistik 5

2.1 Prozessschritte der Entsorgungslogistik 5

2.2 Örtliche Randbedingungen 5

2.3 Technische Randbedingungen 6


2.3.1 Behältersysteme 6


2.3.2 Fahrzeugsysteme 7




2.3.2.1 Grundlegende Optimierungsmöglichkeiten 7




2.3.2.2 Neue Fahrzeugtechnik 8

2.4 Betriebliche Randbedingungen 9


2.4.1 Betriebliche Vereinbarungen 9


2.4.2 Arbeitszeitmodelle 10

2.5 Organisatorische Randbedingungen 11


2.5.1 Umfang der getrennten Sammlung 12


2.5.2 Optimierung der operativen Arbeitsorganisation 13


2.5.3 Abfuhrrhythmen 13


2.5.4 Voll- bzw. Teilservicebetrieb 14

2.6 Sonstige Randbedingungen 16

2.7 Steuerungselemente der Entsorgungslogistik zur Erhöhung der Produktivität 16
3 Zusammenfassende Betrachtung 17

3.1 Örtliche Randbedingungen 17

3.2 Technische Randbedingungen 17

3.3 Betriebliche Randbedingungen 17

3.4 Organisatorische Randbedingungen 17

3.5 Resümee 18
4 Umsetzung in die Praxis 19







Abkürzungsverzeichnis 20
Glossar 20
Weiterführende Literatur 21


© DStGB, Berlin, 26.08.2011