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Schwerpunkte

Kriminal- und Alkoholprävention
Statement: Kriminalprävention weiterentwickeln

Der DStGB wirbt für ein stärkeres Verständnis, dass die Bekämpfung der Ursachen und Bedingungen von Kriminalität, Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit eine Aufgabe aller gesellschaftlichen Gruppen ist. Wir setzen uns daher für die Bildung von Netzwerken ein, die diesem Ziel dienen. Denn gefordert sind neben der Polizei auch kommunale Einrichtungen sowie Behörden, Vereine, Verbände, die Wirtschaft und letztlich alle engagierten Bürgerinnen und Bürger. Zahlreiche Kommunen haben so genannte kriminalpräventive Räte oder Sicherheitspartnerschaften initiiert, die diesen Netzwerkgedanken umsetzen.

Kommunen kümmern sich im Bereich der Jugendhilfe – Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, allgemeine Familienförderung und Hilfen zur Erziehung – um eine wirkungsvolle Entschärfung der Ursachen von Kriminalität, Gewalttätigkeit und Extremismus. Die Zukunft dieser gerade unter dem Sicherheitsaspekt effektiven "Sozialpolitik" sehen wir darin, dass sich in den Städten, Gemeinden und Landkreisen Netzwerke der Kooperation zwischen Kommunalverwaltung, Kommunalpolitik, Polizei, sozialen Diensten und freien Akteuren – zum Beispiel auch der örtlichen Wirtschaft – bilden. Denn der Grundsatz lautet, dass eine gute Sozialpolitik die beste Kriminalprävention ist.

Das Engagement der Kommunen kann und soll die polizeiliche Präsenz nicht ersetzen. Von daher fordert der DStGB seit langem, diese Präsenz auch in ländlichen Regionen nicht durch Einsparungen in den Ländern weiter zurückzufahren. 

© DStGB, Berlin, 01.03.2011