Kommunalreport
„Prozessbeschleuniger“ – Weniger Zeit für Akten, mehr Zeit für Bürger, Wirtschaft und Politik
„Durch technische Lösungen ist es in der Arbeit der Verwaltungen möglich, Synergie- und Effizienzpotentiale zu erkennen und auszuschöpfen“, betonte Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, innerhalb seiner Begrüßungsrede. „Durch die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse entsteht eine „Win-Win Situation“: Die Städte und Gemeinden arbeiten effizienter und sparen Kosten. Dies wiederum kommt den Bürgerinnen und Bürgern zugute, da die Dienstleistungen der Kommunen preiswerter werden und die Bearbeitungszeiten sich verkürzen.“
Prof. Dr. Jürgen Stember, Dekan des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule Harz, referierte in einem Impulsvortrag über die Potentiale, die die digitale Verwaltung in sich birgt. „Die Vision einer funktions- und bereichsübergreifenden digitalen Informationsverarbeitung ist bereits in vielen Köpfen vorhanden, in der Praxis ist dieses Vorhaben bisher allerdings nur bruchstückhaft realisiert“, sagte Stember. Es gelte jedoch in Zukunft noch einige Hindernisse und Hürden u.a. in den Bereichen Technik und Sicherheit zu überwinden. „Die Pilotierungen in Soest und Lippstadt fungieren als wesentliche Beschleunigungsmotoren in diesem Prozess“, resümierte Stember.
In einer offenen Arena unter der Moderation von Franz-Reinhard Habbel diskutieren Brigitte Sliwa, Walter Böhle, Stadt Lippstadt, Dirk Lönnecke, Kreisdirektor Kreis Soest, Stefan Schmidt von der Deutschen Post AG, Prof. Dr. Jürgen Stember, Hochschule Harz sowie Jürgen Platte, d-NRW, über die Potentiale und Herausforderungen einer fortschreitenden Digitalisierung der Verwaltung.
Abschließend griffen die Teilnehmer in zwei Arbeitsgruppen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung die Tagungsinhalte auf, um diese vertiefend zu diskutieren und weitere Reformmöglichkeiten sowie Lösungsansätze für die eigene Kommune zu erarbeiten.
© DStGB, Berlin, 26.07.2010












