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Wir über uns

Geschichte und Aufgaben des DStGB
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DStGB-Präsident Roland Schäfer, Bürgermeister der Stadt Bergkamen

„Die politische Organisation der Städte und Gemeinden in Deutschland ist von einer interessanten und wechselvollen Geschichte begleitet. Es ist spannend zu beobachten, wie sich gegenwärtig die bereits im frühen Mittelalter erhobene Forderung nach städtischer Autonomie und Mitsprache auf den unterschiedlichsten politischen Ebenen wiederholt. Wir stehen vor einem Jahrhundert der Kommunen. Der Bürger rückt immer mehr in den Mittelpunkt. Die aktive Bürgergesellschaft verwirklicht sich in den Städten und Gemeinden.“

(Roland Schäfer, DStGB-Präsident und Bürgermeister der Stadt Bergkamen, www.bergkamen.de)


"Wir über uns - eine Präsentation über den Deutschen Städte- und Gemeindebund" (PDF-Präsentation, 1,13 MB)


Geschichte des DStGB


Link zur Sonderseite: 100 Jahre DStGB - Deutscher Kommunalkongress 2009

I. Vorgeschichte

seit 1000 Entwicklung der Stadtrechte im Heiligen Römischen Reich (Ausfluss der Reichsregalien, unter anderem Marktrechte, Wassernutzungsrechte)

vor 1250 Entstehung der Hanse

1254 Gründung des Rheinischen Städtebundes

1376 Gründung des Schwäbischen Städtebundes

seit 1489 Herausbildung des Reichsstädtekollegiums, auch Reichsstädterat genannt

1803 Reichsdeputations-Hauptschluss (RDH, Aufhebung der städtischen Rechte im Heiligen Römischen Reich, bis auf sechs Ausnahmen)

1808 Preußische Städteordnung, Neubeginn der kommunalen Selbstverwaltung

II. Entstehung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

1909 Politische Entscheidung zur Gründung des Reichsverbandes Deutscher Städte (Trennung vom Deutschen Städtetag)

1918 Umbenennung des Reichsverbandes Deutscher Städte in Reichsstädtebund (RSB)

1922 Konstituierung des Reichsverbandes der Deutschen Landgemeinden

1933 Zwangsvereinigung der kommunalen Spitzenverbände um Deutschen Gemeindetag

nach 1945 Wiederaufnahme der kommunalen Verbandsarbeit in getrennter institutioneller Form als Deutscher Städtebund als Nachfolger des RDS sowie Deutscher Gemeindetag

1973 Zusammenschluss von Deutschem Städtebund und Deutschem Gemeindetag zum Deutschen Städte- und Gemeindebund (Gemeinsame Geschäftsstelle des Deutschen und des NW Städte- und Gemeindebundes in Düsseldorf)

1989 Wiedervereinigung und Gründung von Mitgliedsverbänden in allen neuen Bundesländern.


Allgemeines

Als kommunaler Spitzenverband vertritt der Deutsche Städte- und Gemeindebund die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung kreisangehöriger Städte und Gemeinden in Deutschland und Europa. Seine Mitgliedsverbände repräsentieren über 11.100 Städte und Gemeinden in Deutschland mit mehr als 50 Millionen Einwohnern. Er ist föderal organisiert und parteipolitisch unabhängig. Die Besetzung der Organe orientiert sich an dem Votum der Wähler bei den Kommunalwahlen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund arbeitet unabhängig von staatlichen Zuschüssen.


Aufgaben

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ist tätig als


  • kommunale Interessenvertretung: kontinuierliche Kontaktpflege zu den Verantwortlichen in Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat, Europäischer Union und anderen Organisationen; gezielt Einbindung kommunalpolitischer Stellungnahmen in politische Entscheidungsfindungsprozesse und Beschlussvorlagen der Ausschüsse; sowie effizientes Mitwirken in den bundesstaatlichen Beratungsorganen, dem Konjunkturrat sowie dem Finanzplanungsrat;
  • kommunales Informationsnetzwerk: Sensibilisierung und Mobilisierung der Öffentlichkeit und der Medien für aktuelle kommunalpolitische Themen und Probleme;
  • kommunale Koordinierungsstelle: permanenter Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den sechzehn Mitgliedsverbänden;
  • kommunales Vertretungsorgan: Repräsentation in zentralen Organisationen, die kommunalen Interessen dienen oder sie fördern (u.a. Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft).

„Die wachsende Einflussnahme des europäischen Rechts wird sich auch nachhaltig auf die nationalen kommunalen Strukturen auswirken. Um die kommunalen Interessen auch auf EU-Ebene zu vertreten, kooperiert der Deutsche Städte- und Gemeindebund mit internationalen Organisationen, wie dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas, dem Internationalen Gemeindeverband sowie dem Ausschuss der Regionen. Auch in Zukunft beteiligt sich der DStGB aktiv an diesen internationalen Vernetzungen, um die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung in einem geeinten Europa zu stärken.“
(Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied)