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DOKUMENTATIONEN

Nr. 61 - Vergaberecht 2006

Aktuelle Neuerungen und kommunale Forderungen

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Das Vergaberecht ist in einem rasanten Wandel begriffen. Dies macht es für die Städte und Gemeinden als größte öffentliche Auftraggeber immer schwieriger, sich in dem Dschungel vergaberechtlicher Vorschriften sowie der Rechtsprechung zurechtzufinden.

Jüngere Änderungen des Vergaberechts haben sowohl das seit dem September 2005 geltende ÖPP-Beschleunigungsgesetz, u. a. durch die Einführung des so genannten Wettbewerblichen Dialogs, aber auch die seit dem 31. Januar 2006 zwingend anzuwendenden Neuregelungen des EU-Vergaberechts gebracht.

Weitere Neuerungen, wie zum Beispiel die Einführung eines Präqualifikationsverfahrens, sollen dazu beitragen, die Eignungsprüfung der Bieter durch die Kommunen zu erleichtern. Änderungen bewirken auch neue Wertgrenzen, mit denen die Kommunen in einigen Bundesländern vermehrt Beschränkte und Freihändige Vergaben durchführen können.

Kennzeichnend für die Entwicklung des Vergaberechts ist das immer stärker werdende Eingreifen des EU-Vergaberechts und auch der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Ein Beispiel hierfür ist das Themenfeld der interkommunalen Kooperationen. Die kommunalen Spitzenverbände haben hier frühzeitig Stellung bezogen und fordern von den EU-Institutionen eine ausdrückliche Klarstellung, wonach rein interkommunale Kooperationen als verwaltungsinterne Vorgänge vom Vergaberecht freigestellt werden.

Die vorliegende Dokumentation stellt die aktuellen Entwicklungen und Neuerungen des Vergaberechts praxisgerecht dar. Sie endet mit zehn Forderungen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes an die noch kommende Vergaberechtsnovellierung. Ziel dieser Novellierung muss eine deutliche Entbürokratisierung sowie eine Investitionssteigerung insbesondere für den Mittelstand sein.

 

Berlin, im Mai 2006
Dr. Gerd Landsberg
Geschäftsführendes Präsdialmitglied des DStGB

 


 

Aus dem Inhalt:
Vorwort 1
I.Vergaberecht: Rechtsgebiet mit rasanten Änderungen 2
II.Auftraggebereigenschaften 2
 1. Differenzierung nach Schwellenwerten2
 2. Auftraggebereigenschaft auch als Bieter 2
III.Wann liegt ein öffentlicher Auftrag vor? 2
 1. Privater Minderheitsanteil in gemeinsamer Gesellschaft: Ausschreibungspflicht 2
 2. Dienstleistungskonzessionen: Transparenz trotz Vergaberechtsfreiheit 3
 3. Interkommunale Zusammenarbeit und Vergaberecht 3
 4. Mandatierende und delegierende Vereinbarungen 3
 5. EuGH-Entscheidung vom 13. Januar 20054
 6. Nationale Rechtsprechung 4
 7. Kommunale Spitzenverbände für Vergaberechtsfreiheit interkommunaler Zusammenarbeit 4
 8. Vergabekammer Köln verneint Ausschreibungspflicht4
IV.Neue Wertgrenzen für Beschränkte und Freihändige Vergaben 4
V. Neue EU-Standardformulare 5
VI.Präqualifikationsverfahren im VOB- Bereich erleichtert Eignungsprüfung 5
VII.Ordnungsgemäße Wertung der Angebote 5
 1.Die vier Wertungsstufen  
 2. Unzulässigkeit von Mischkalkulationen6
 3.Fehlen der geforderten Erklärungen 6
VIII.Vergaberechtsreform erfolgt in zwei Stufen 7
IX.Seit 31. Januar 2006: Zwingende Anwendbarkeit des EU-Vergaberechts 7
X.Die seit dem 31. Januar neu anzuwendenden Regeln 7
 1. Schwellenwerte gelten fort 7
 2. Zwingende Gewichtung von Zuschlagskriterien 7
 3.Mindestbedingungen für Nebenangebote erforderlich 8
 4.Rahmenvereinbarungen: Laufzeit grundsätzlich vier Jahre 8
 5.Zwingender Ausschluss rechtskräftig verurteilter Unternehmen 8
 6.Ungewöhnlich niedrige Angebote9
 7.Umweltmanagement-/Qualitäts- sicherungsverfahren9
 8.Verlängerung der Angebotsfrist9
 9.Übermittlung von Teilnahmeanträgen erweitert möglich9
 10.Inhalte des Vergabevermerks9
 11.Empfehlung zur Anwendung des EU- Vergaberechts auch unterhalb der Schwellenwerte 9
XI.ÖPP-Beschleunigungsgesetz: Neuregelungen seit September 200510
XII.Wettbewerblicher Dialog als neuer Verfahrenstyp 10
 1.Subsidiarität gegenüber Offenem/ Nichtoffenem Verfahren 10
 2.Vorrang gegenüber Verhandlungsverfahren 10
 3.Besonders komplexer Auftrag 10
 4.Europaweite Bekanntmachung 11
 5.Mindestens drei Bewerber 11
 6.Formulierung der Bedürfnisse und Anforderungen 11
 7. Bewerbungsfrist 12
 8.Bewerberauswahl/Eigungsprüfung 12
 9.Dialogphase 12
 10.Umfang der Erörterung 12
 11.Gleichbehandlung und Vertraulichkeit 12
 12.Reduzierung der Bewerberanzahl 12
 13.Abschluss der Dialogphase 13
 14.Endgültige Angebotsabgabe 13
 15.Präzisierungen, Klarstellungen und Ergänzungen 13
 16.Auswahl des wirtschaftlichsten Angebots 13
 17.Erläuterung des Angebots – Bestätigung der Zusagen 13
 18.Angemessene Kostenerstattung 13
 19.Bewertung des Wettbewerblichen Dialogs 14
XIII.Weitere Neuerungen durch das ÖPP-Beschleunigungsgesetz 14
 1.Projektantenproblematik 14
 2.Lockerung des Selbstausführungs- grundsatzes15
 3.Typengemischte Aufträge 15
 4.Rechtsform von Bietergemeinschaften 15
 5.VOB/B-Anwendung bei Unterauftragsvergabe 15
XIV.Forderungen des DStGB an eine Novellierung des Vergaberechts16