DOKUMENTATIONEN
1998 begann die Liberalisierung des Energiemarktes in Deutschland. Seitdem begleitet der DStGB diese Entwicklung nicht nur politisch, sondern auch mit Erläuterungen für die kommunale Praxis. Die jetzt vorliegende Dokumentation ist bereits die vierte, die sich dieser Frage widmet.
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In einer Zeit, in der es der Politik darum geht, die Strompreise zu senken, sind die Städte und Gemeinden ganz unterschiedlich betroffen. Die einen sind Kunden der Energieversorger und freuen sich über sinkende Preise, die anderen haben selbst Stadtwerke und kritisieren den Druck, den die Regulierungsbehörden auf die Höhe der Netznutzungsentgelte ausüben. In einer Frage aber decken sich die Interessenlagen beider Gruppen: Sie schließen Konzessionsverträge und brauchen die Einnahmen aus der Konzessionsabgabe. Diese sind für viele Städte und Gemeinden eine bedeutende Einnahmeposition. Das Gesamtaufkommen belief sich in 2006 auf annähernd 3,5 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund der nach wie vor angespannten kommunalen Finanzlage können die Städte und Gemeinden auf diese Einnahmen nicht verzichten. Die Konzessionsabgabe leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung unserer Infrastruktur! Konzessionsverträge sind deshalb auch finanzpolitisch von Bedeutung.
In den letzten Jahren haben sich das Recht der Energiewirtschaft und das Konzessionsvertragsrecht grundlegend geändert. Im Sommer 2005 trat das neue Energiewirtschaftsgesetz 2005 in Kraft, gleichzeitig wurde die Konzessionsabgabenverordnung geändert. Zudem hat die Rechtsprechung inzwischen zu einer Reihe strittiger Fragen Stellung genommen. Mit der zweiten Auflage dieser Dokumentation wollen wir die wichtigsten Änderungen des Energiewirtschaftsrechts aufzeigen, ihre Auswirkungen auf die Konzessionsverträge und die Konzessionsabgaben verdeutlichen und schließlich einen kurzen Ausblick auf die Perspektiven der Konzessionsabgaben geben.
Inhaltsverzeichnis
| 1. Ziel der Dokumentation | 4 | |
| 2. Was hat sich im Energiewirtschaftsrecht 2005 geändert? | 5 | |
| 2.1. | Die Initiative der EU | 5 |
| 2.2. | Politisches Ziel: Durch Wettbewerb zur Preissenkung | 5 |
| 2.3. | Der Netzzugang | 5 |
| 2.4. | Die Regulierungsbehörden | 6 |
| 2.5. | Entflechtung der Unternehmen | 6 |
| 2.6. | Grundversorgung und allgemeine Anschlusspflicht | 6 |
| 3. Auswirkungen der Änderungen auf Konzessionsverträge | 7 | |
| 3.1. | Konzessionsvertrag und Wegnutzungsvertrag | 7 |
| 3.2. | Der Konzessionsvertrag | 8 |
| 3.2.1. | Parteien, Gegenstände und Inhalte | 8 |
| 3.2.2. | Laufzeit | 9 |
| 3.2.3. | Ende des Vertrages | 9 |
| 3.2.3.1. | Auslaufen des Vertrages | 10 |
| 3.2.3.2. | Vorzeitige Beendigung | 11 |
| 3.2.3.3. | Vorzeitige Verlängerung | 11 |
| 3.2.4. | Informationspflichten | 12 |
| 3.2.5. | Folgen eines Wechsels des Vertrags-Partners - Endschaftsregelungen | 13 |
| 3.2.6. | Transparenz vor Abschluss eines Konzessionsvertrages | 14 |
| 3.2.7. | Auswahlentscheidung der Gemeinde | 14 |
| 3.2.8. | Besondere Netze | 14 |
| 3.2.8.1 | Objekt- und Arealnetze | 14 |
| 3.2.8.2. | Sonderproblem Flüssiggasnetze | 14 |
| 3.2.8.3. | Mehrere Konzessionsverträge in einer Gemeinde | 15 |
| 4. Auswirkungen auf Konzessionsabgaben | 15 | |
| 4.1. | Grundlagen der Konzessionsabgaben | 15 |
| 4.2. | Der Tarifkunde | 15 |
| 4.3. | Der Gemeinderabatt | 16 |
| 4.4. | Auswirkungen auf bestehende Verträge | 17 |
| 4.5. | Konzessionsabgabe bei besonderen Netzen | 18 |
| 5. Zukünftige Entwicklung der Konzessionsabgabe | 18 | |
| Anlage 1 Verordnung über Konzessionsabgaben für Strom und Gas | 19 | |
| Anlage 2 Muster für eine Bekanntmachung im Sinne des § 46 Abs. 3 EnWG 2005 | 23 | |


