DOKUMENTATIONEN
Bildung ist eine entscheidende Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft. Nur mit besserer Bildung wird Deutschland die zentralen Herausforderungen wie demografischen Wandel, Globalisierung, Rohstoffarmut, Integration von Zuwanderern, Erhaltung des Wohlstands und Zukunftssicherung des Sozialstaates meistern können.
Bildung ist eine entscheidende Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft. Nur mit besserer Bildung wird Deutschland die zentralen Herausforderungen wie demografischen Wandel, Globalisierung, Rohstoffarmut, Integration von Zuwanderern, Erhaltung des Wohlstands und Zukunftssicherung des Sozialstaates meistern können. Die notwendige Verbesserung des Bildungsstandorts muss dauerhaft finanziert werden. Hier sind Bund und Länder in der Pflicht, vor der Formulierung „immer neuer Versprechungen“ ein Finanzierungskonzept zu beschließen. Die Kommunen sind nicht in der Lage, aus eigener Kraft immer neue Anforderungen bei Personal und Infrastruktur zu leisten.
Bildung umfasst einen lebenslangen Lernprozess vom Kindergarten über die Schule, die Hochschulen, die Volkshochschulen, die betriebliche Fortbildung wie auch die individuellen Anstrengungen. Bessere Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich alle staatlichen Ebenen und gesellschaftlichen Gruppen – Arbeitgeber, Gewerkschaften, Kirchen und die Familien – stellen müssen. Städte und Gemeinden haben eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung des Bildungsstandortes. Sie tragen Verantwortung für Kindergärten, Volkshochschulen, die sachliche Ausstattung der Schulen, das Bildungsklima und das familiäre Umfeld.
Bildungs-, Familien- und Integrationspolitik können nur gemeinsam fortentwickelt werden. Notwendig ist ein nachhaltiges Gesamtkonzept, das allen Aspekten Rechnung trägt. Deutschland lebt von seiner Vielfalt, deshalb müssen Verbesserungen den regionalen Besonderheiten Rechnung tragen. Bundeseinheitliche Standards, ohne Rücksicht auf die Situation vor Ort, sind deshalb nicht sachgerecht. Die grundsätzliche föderative Zuständigkeitsaufteilung, wonach vorrangig die Länder für die Bildung zuständig sind, sollte trotz gemeinsamer Zielsetzungen nicht infrage gestellt werden. Das gilt auch in Anbetracht aktueller Bemühungen in der Europäischen Kommission, zu einer größeren Abstimmung und Koordinierung der Bildungspolitiken auf EU-Ebene zu kommen.
Zentrale Herausforderungen für eine bessere Bildungspolitik sind insbesondere:
- die Verbesserung der Kindergartensituation als Ort frühkindlicher Bildung,
- Sprachkompetenz als Voraussetzung für mehr Chancengerechtigkeit,
- die bessere Vernetzung von Grundschulen und Kindergärten,
- der Ausbau der Ganztagsbetreuung in Schulen,
- die Aufwertung der gesellschaftlichen Anerkennung des Lehrerberufs durch Aufstiegsmöglichkeiten und Werbung für den Lehrerberuf,
- die Stärkung der Selbstständigkeit von Schulen (Schulprofile, Budget- und Personalhoheit),
- die Festschreibung nicht nur von Elternrechten, sondern auch von Elternpflichten,
- die stärkere Einbindung der Wirtschaft mit Blick auf Praktikumsstellen und die stärkere Vernetzung beim Übergang in die Ausbildung,
- der konsequente Ausbau der Infrastruktur von Kindergärten und Schulen und die dauerhafte Verbesserung der Ausstattung,
- die Mittelbereitstellung für zusätzliche soziale Betreuung gerade in Problemschulen und Brennpunkten.
Diese Herausforderungen sind nur zu meistern, wenn die Städte und Gemeinden zukünftig stärker in den Prozess der Bildungsreform eingebunden werden. Dies sicherzustellen ist Aufgabe der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten der Bundesländer. Zudem muss ein nachhaltiges Finanzierungskonzept auf den Weg gebracht werden.
Inhaltsverzeichnis
| 03 | Bildung ist Zukunft! Gerd Landsberg fordert, die Städte und Gemeinden stärker in den Prozess der Bildungsreform einzubauen. |
| 04 | "Um Kinder zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf" In den Städten und Gmeeinden entscheidet sich der Erfolg oder Misserfolg von Bildung. Von Patrizia Stajer |
| 09 | "Bildung ist ein wichtiger Standortfaktor" Eines der vorrangigen Ziele der Stadt Paderborn ist es, Kinder und Jugendliche bestmöglich auszubilden. TIC hat bei Bürgermeister Heinz Paus nachgefragt, wie dieses Ziel erreicht wird. |
| 12 | Das große Einmaleins der Wirtschaftsförderung Spätestens seit PISA ist die Qualität der Schulen zu einem wichtigen Faktor beim Standortwettebewerb geworden. Von Hans-Diether Dörfler |
| 15 | "Marktführer in Sachen Bildungspolitik"! Roger Kehle, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, und Ulrich Thöne, Vorsitzender des Vorstandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), zum Thema Bildung als lokaler Standortfaktor und der damit verbundenen Verantwortung der Kommunen. |
| 17 | "Von den 'Lernenden Regionen' gehen wichtige Impulse für das gesamte Bildungswesen aus" Von Dr. Annette Schavan, MdB, Bundesministerin dür Bildung und Forschung |
| 19 | Blogs around the Clock Wie der US-Internetwahlkampf die Politik verändert hat. Von Franz-Reinhard Habbel |
| 20 | Rote Karte für weiße Flecken "Mehr Breitband für Deutschland": Die im Mai 2008 gestartete Informationskampagne des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und der Deutsche Telekom AG stößt auf große Resonanz. Von Alexander Handschuh |
| 22 | Kommunen mit Weitblick |



