Schließen

 

DOKUMENTATIONEN

Nr. 88 - Stärkung der kommunalen Infrastruktur durch Kooperationen von Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Unternehmen

Engagement, Kooperation und Partizipation sind Schlüsselbegriffe bei der Lösung anstehender Entwicklungsaufgaben in Kommunen und bei einer zukunftsfähigen Gestaltung der kommunalen Infrastruktur.

Bestellservice siehe unten ...

Die Entwicklung von Kommunen hängt von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ebenso stark ab, wie von den Einstellungen und dem Engagement der Akteure vor Ort. Die Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern in neuen, trisektoralen Bündnissen gewinnt für Kommunen deshalb zunehmend an Bedeutung, um auf die aktuellen Herausforderungen angemessen reagieren zu können.

In dem vorliegenden Leitfaden „Stärkung der kommunalen Infrastruktur durch Kooperationen von Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Unternehmen“ sind Strategien und Maßnahmen zur Entfaltung des zivilgesellschaftlichen Potenzials als Handreichung zusammengefasst worden. Viele gute Beispiele für bürgerschaftliches Engagement und Kooperation zwischen Akteuren aus der Verwaltung, der Wirtschaft und dem Dritten Sektor möchten Sie anregen, das Potenzial der Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den drei Bereichen in Ihren Kommunen weiter auszuschöpfen.

Die Zusammenarbeit von Kommunen, wirtschaftsseitigen Partnern und bürgerschaftlichen Gruppen stellt große Herausforderungen an alle Beteiligten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung müssen bereit sein, eine neue Rolle zu übernehmen, das heißt, statt durchführende Alleinverantwortliche nun Partner und Moderator von gemeinsamen Aktivitäten in geteilter Verantwortung zu sein. Deshalb nehmen partizipative Instrumente und Kooperationsverfahren für die Zusammenarbeit der drei Sektoren in diesen Leitfaden eine zentrale Rolle ein.

Hervorgegangen ist der Leitfaden aus dem Forschungsprojekt „Kooperationsnetze und bürgerschaftliches Engagement als Erfolgsfaktoren für ostdeutsche Kommunen“, welches das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Forschungsprogramms „Aufbau Ost“ Ende 2006 in Auftrag gegeben hatte. Ziel des Projekts war es, Kooperationen und Netzwerke zu beschreiben sowie die Faktoren zu identifizieren, welche die Vernetzung und Zusammenarbeit der öffentlichen Verwaltung mit der Wirtschaft und bürgerschaftlichen Gruppen in kleineren Städten Ostdeutschlands verbessern. Mein besonderer Dank gilt den beiden teilnehmenden Modellkommunen, Sondershausen in Thüringen und Strausberg in Brandenburg, die sich in dem Projekt engagiert und mit dem Forschungsteam vom Berliner nexus Institut für Kooperationsmanagement Instrumente der Zusammenarbeit getestet haben. Die Veröffentlichung und Verbreitung des Leitfadens in ost- und westdeutschen Kommunen durch den Deutschen Städte- und Gemeindebund freut mich sehr. Gerade bei der Weiterentwicklung der Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements und der Vernetzung in kleineren Städten gilt es, Anregungen auszutauschen, voneinander zu lernen und die Entwicklung von konstruktiven und zukunftsweisenden regionalen Handlungsansätzen zu fördern.

Ich wünsche dem Leitfaden daher eine breite Verwendung in ost- und westdeutschen Kommunen.

Wolfgang Tiefensee

Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
 
 

Inhaltsverzeichnis

 Vorwort des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)

4
 Vorwort des Deutschen Städte- und Gemeindesbundes

5
1 Einleitung

6
2 Bedeutung und Wirkung zivilgesellschaftlicher Infrastruktur in ostdeutschen Kommunen

7
3 Handlungsfelder zivilgesellschaftlicher Infrastruktur8
3.1Immobilienleerstand und Städtebau 8
3.2Alternative Mobilitätskonzepte 9
3.3Kultur und Sport 11
 3.3.1   Kultur 11
 3.3.2   Sport 11
3.4Soziales12
 3.4.1   Kinder und Jugendliche sowie Familienfreundlichkeit12
 3.4.2   Senior/innen 13
 3.4.3   Menschen mit Migrationshintergrund 14
3.5Bildung14
3.6Zu- und Rückwanderung

16
4 Erfolgsfaktoren zivilgesellschaftlicher Infrastruktur 17
4.1Grundlegendes17
4.2Handlungsempfehlungen an die Verwaltung 18
4.3Handlungsempfehlungen an Unternehmen20
4.4Handlungsempfehlungen an den Dritten Sektor

21
5 Methoden und Instrumente zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und zivilgesellschaftlicher Infrastruktur 23
5.1Leitbild Bürgerkommune 23
5.2Anerkennungskultur26
5.3Methoden der Bürgerbeteiligung und -engagementförderung 28
 5.3.1   Die Bürgerversammlung - problembewusste Bürger zusammenholen 29
 5.3.2   Die Bürgerausstellung - der Lebenssituation kreativ Ausdruck verleihen 29
 5.3.3  Der Bürgerhaushalt - beim kommunalen Haushalt mitbestimmen 30
 5.3.4  Die Planungszelle - einen breiten Konsens finden 31
 5.3.5  Die Zielkonferenz - Talente erkennen und bündeln 32
 5.3.6  Die Zukunftswerkstatt - verschiedene Akteure zusammenholen 32
 5.3.7  Das Bürgerpanel - möglichst alle zu Wort kommen lassen 33
5.4Methoden und Instrumente intersektoraler Vernetzung 35
 5.4.1   Die Marktplatz-Methode - Kooperationspartner finden 35
 5.4.2   Die Bürgerstiftung - Bürger investieren in ihre Region 35
 5.4.3   Das Stadtwiki - Kommunikation und Koordination in der Kommune

36

Literatur und Informationsquellen

37

Internet38