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SCHWERPUNKTE

Klimaschutz und Energieeffizienz

Kommunen sind für den Klimaschutz und für die Erreichung der Klimaschutzziele unverzichtbar. Denn bei der Reduzierung klimaschädlicher CO²-Emmissionen kommt den Städten und Gemeinden eine Schlüsselfunktion zu: Insbesondere mit Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und einer verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien (Solarenergie, Windkraft, Biomasse, Geothermie etc.) nehmen sie eine Vorbildfunktion gegenüber dem Bürger ein. Darüber hinaus leisten die Städte und Gemeinden in ihrer Rolle als Planer, z.B. im Bereich der Bauleitplanung von Windenergieanlagen, als auch in ihrer Rolle als Versorger und Anbieter von Leistungen der Daseinsvorsorge einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Zur Stärkung der Rolle der Kommunen in Sachen Klimaschutz gibt es daher im Interesse der Erreichung des Gesamtziels, nämlich einer wesentlichen Senkung des CO2 – Ausstoßes, keine Alternativen. Denn immer mehr Studien belegen, dass die Geschwindigkeit des Klimawandels zunimmt. Der globale Temperaturanstieg und damit einhergehende Klimaänderungen sorgen für eine wachsende Zahl von Naturkatastrophen, welche überwiegend durch Extremwetterereignisse verursacht werden. Als unterste staatliche Ebene sind die Kommunen von den Folgen des Klimawandels aber in besonderem Maße betroffen.

Ebenfalls erfordern die sich durch die Finanzkrise sich abzeichnende Rezession und die damit verbundenen Steuerausfälle für die Städte und Gemeinden gerade auch angesichts ständig steigender Energiepreise Maßnahmen zu Energieeinsparungen in den Kommunen und deren Einrichtungen. Mit ca. 40 000 Schulgebäuden, 50 000 Kindertagesstätten, über 15 000 Verwaltungsgebäuden und tausenden von weiteren öffentlichen Einrichtungen sind die Gemeinden der größte öffentliche Gebäudebesitzer Deutschlands. Gerade im Gebäudebereich sind Energieeinsparungs- und damit auch Klimaschutzpotenziale in einer Größenordnung von über 40 Prozent möglich. Die bislang ausschließlich für das Jahr 2008 von Bund, Ländern und Gemeinden zur Verfügung gestellten Mittel von 600 Millionen Euro zur energetischen Sanierung dieser Gebäude reichen daher bei weitem nicht aus und müssen auf einem höherem Niveau auch langfristig gesichert sein. Neben aktivem Klimaschutz stärkt dies nicht nur den lokalen Arbeitsmarkt, sondern ist zugleich eine wichtige Investition in den Zukunftsbereich Bildung.

Unter diesem „Schwerpunkt“ gibt der DStGB einen Überblick über die Erkenntnisse zum Klimawandel sowie Hinweise zu kommunalen Handlungsansätzen. Zum Einstieg in die Thematik kann untenstehend ein Artikel von Herrn Dr. Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des DStGB, zum kommunalen Klimaschutz heruntergeladen werden.