Deutschlands Regionen treiben die Energiewende voran
Wertschöpfung

Bayern erhält seinerseits für seinen starken Sprung in der Gesamtwertung den LEITSTERN als „Aufsteiger“. Mit der Kategorie „Wirtschaftsmotor“ wird die Rolle der Bundesländer beim technologischen und wirtschaftlichen Wandel durch Erneuerbare Energien mit einem LEITSTERN gewürdigt. Der Preis geht in dieser Sparte an Sachsen-Anhalt. Der Bundesländervergleich zeigt, wie Deutschlands Regionen die Energiewende als Chance für Innovation, Wachstum und wirtschaftlichen Wandel wahrnehmen.

Hintergrund

Die Ergebnisse des Bundesländerpreises basieren auf einer von Februar bis September 2012 durchgeführte Bundesländer-Vergleichsstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) analysiert politische Anstrengungen und tatsächlicher Erfolg beim Ausbau Erneuerbarer Energien ebenso wie beim wirtschaftlichen Wandel im Zuge der technologischen Entwicklung. Durch den Vergleich soll herausgestellt werden, welche Regionen in welchen Bereichen Vorreiter bei Erneuerbaren Energien sind und wo noch Nachholbedarf besteht. Mit der Studie soll die Transparenz über den Stand und die Entwicklung Erneuerbarer Energien in Deutschlands Regionen erhöht werden. Insgesamt 53 Indikatoren werden für den Ländervergleich herangezogen. Dazu gehören zum Beispiel Beschäftigungsintensität und klimaschutzbezogener Umsatz.

Ergebnisse

Je nach regionalen Gegebenheiten verfügen die Bundesländer über unterschiedlich großes Potenzial zur Nutzung einzelner Erneuerbarer-Energien-Technologien. Dabei geht es neben dem Stromsektor ebenso um die Nutzung alternativer Energien zum Heizen und für den Verkehrssektor. Neben geographischen Gegebenheiten spielen dabei für die Regionen die politischen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. Nicht nur durch Bundesgesetze, sondern auch durch zahlreiche Regelungen auf Landesebene wird das Ausbautempo für Erneuerbare Energien bestimmt. Die Länder haben sich selbst ehrgeizige Ziele gesetzt und entsprechende Fördermaßnahmen geschaffen, um die Energieversorgung voranzubringen.

Die Stärken des Siegers Brandenburg liegen neben seiner politischen Programmatik im Bereich Erneuerbare Energien vor allem in der hohen Bedeutung, die die Nutzung regenerativer Ressourcen in der Mark bereits
erlangt hat. Mit der Aktualisierung seiner Energiestrategie hat das Land seinen anspruchsvollen Pfad zur Nutzung Erneuerbarer Energien fortgeschrieben. Zum Ausbau Erneuerbarer Energien bestehen noch erhebliche Potenziale, sowohl bei der Windenergie als auch bei der Bioenergie. Auch die Strom- und Wärmeerzeugung aus Solarenergie könnte noch wesentlich gesteigert werden.

Bayern ist mit diesem Sprung um fünf Plätze nach oben der stärkste Aufsteiger. Zurückzuführen ist der Erfolg Bayerns unter anderem auf hohe Zuwachsraten bei der Nutzung einer Reihe von Technologien wie Solarstrom und -wärme, Biogas, Wärmepumpen und Pelletöfen. Das Bundesland liegt denn auch bei den „dynamischen Erfolgsfaktoren“ vorn, welche die zunehmenden Anteile der Erneuerbaren an der Energiebereitstellung sowie die Steigerung der installierten Leistung messen. Aber auch für seine energiepolitische Programmatik sowie für seine Energieberichte und -statistiken erhält das Land gute Noten.

Sachsen-Anhalt besitzt einen hohen Anteil von Arbeitsplätzen im Bereich der Erneuerbaren Energien im Bundesländervergleich. Das Land hat einen besonders großen Anteil an der Wertschöpfung zum Ausbau Erneuerbarer Energien. Beispiel gebend ist das Land auch beim klimaschutzbezogenen Umsatz seiner Wirtschaft.