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Bundeswehr

2019-04-10
Preisverleihung "Bundeswehr und Gesellschaft"
© Bundeswehr / Jonas Weber

Im Rahmen eines Festaktes in Berlin verlieh die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, und DStGB Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg als Vorsitzender des Empfehlungsausschusses, bereits zum fünften Mal den Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“. Die Kooperationsveranstaltung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zeichnete Preisträger in vier Kategorien für ihren besonderen Einsatz für die Menschen in der Bundeswehr und ihrer Angehörigen aus. Die Stadt Paderborn als Preisträger war mit einer großen Delegation aus der Stadtgesellschaft bei der emotionalen Preisverleihung angereist, um ihre Verbundenheit mit der Bundeswehr zum Ausdruck zu bringen.

Aus insgesamt 65 Vorschläge wurden die Preisträger, die sich in besonderer Weise um die Bundeswehr verdient gemacht haben, ausgezeichnet. In Ihren Redebeiträgen vor der Preisverleihung betonten Bundesverteidigungsministerin von der Leyen und DStGB Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg, dass die Bundeswehr als Parlamentsarmee in die Mitte der Gesellschaft gehört. Die ausgezeichneten Preisträger aus den Bereichen Kommunen, politische Bildung, Sport und Medien sind hervorragende Beispiele für das Zusammenwirken mit der Bundeswehr, mit dem Ziel, den besonderen Einsatz der Soldatinnen und Soldaten und ihrer Familien für unsere Gesellschaft zu würdigen. Der Bürgermeister der Stadt Paderborn, Michael Dreier, der zusammen mit einer Delegation der Stadtgesellschaft und des Stadtrates zum Erhalt der Auszeichnung angereist war, bedankte sich für die Auszeichnung seiner Stadt. Dreier hob den Wert der engen Partnerschaft mit der Bundeswehr, aber auch mit den Britischen Streitkräften für das Wohlergehen von Bürgern und Kommune hervor. Der Fußballverein Borussia Dortmund, die Redaktion der Bild und der Bild am Sonntag sowie die Karl-Theodor-Molinari-Stiftung waren die weiteren Preisträger und erhielten in diesem Jahr die dreiteilige Würfelskulptur. Sie symbolisiert die Einheit von Zivilgesellschaft, engagierten Bürgern und Bundeswehr.

Vor der eigentlichen Preisverleihung vor den 500 anwesenden Gästen wurde der Oberst der Reserve Helmut Michaelis für seine Arbeit als Reporter in den Krisenregionen der Welt – und für seine Verdienste um den internationalen Militärwettkampf in Mönchengladbach, welchen er 1983 mitbegründet hatte, geehrt.

Die Gewinner des Preises "Bundeswehr und Gesellschaft"

Karl-Theodor-Molinari-Stiftung:
Die Stiftung bekommt den Preis in der Rubrik Bildung. Die Veranstaltungen der Stiftung trügen dazu bei, sicherheitspolitische Themen auch über die Fachwelt hinaus zu verbreiten, so das Urteil der Juroren. Zudem werde wertvolle Bildungsarbeit für Soldaten geleistet.

Stadt Paderborn:
Der Bürgermeister Michael Dreier konnte für die Stadt Paderborn die Auszeichnung in der Kategorie Gebietskörperschaften entgegennehmen. Paderborn ist seit 2011 Patengemeinde des Panzerbataillons 203; zudem setzt sich die Stadt seit Jahrzehnten für die in der Stadt stationierten britischen Soldaten ein. Dreier hat eine große Abordnung von Bürgern aus Paderborn mitgebracht, um die Auszeichnung gebührend zu feiern.

Borussia Dortmund e.V.:
In der Kategorie Vereine gewinnt der Fußballbundesligist Borussia Dortmund. Der Klub hatte hunderte Freikarten für Bundeswehrangehörige zur Verfügung gestellt und Kinder aus Soldatenfamilien eingeladen, mit den Profis ins Stadion einzulaufen. Vereinspräsident Reinhard Rauball nimmt die Würfelskulptur entgegen. „Wer sich für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit einsetzt, wird von Borussia Dortmund immer unterstützt werden“, sagt der Sportfunktionär, als ihm die Ministerin den Preis überreicht.

Redaktionen von Bild und Bild am Sonntag:
In der Kategorie Kultur wurden die Redaktionen der Bild und Bild am Sonntag ausgezeichnet. Die Zeitungen hätten in ihrer Berichterstattung immer wieder die menschliche Seite der Soldaten der Bundeswehr gezeigt, heißt es zur Begründung – so hätten Millionen Leser ein tieferes Verständnis für den Soldatenberuf entwickeln können. Bild-Chefredakteur Julian Reichelt widmet seine Auszeichnung den vier Soldaten, die am 15. April 2010 in Afghanistan getötet worden waren. Er sei damals als Reporter in Afghanistan gewesen, sagt Reichelt, und sei mit den Särgen der Toten zurück nach Deutschland geflogen. „Als Reichelt die Namen der Soldaten nennt, steht der Saal geschlossen auf: Soldaten und Zivilisten applaudieren gemeinsam. Die Besucher der Preisverleihung haben die vier Kameraden nicht vergessen.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung
Quelle Foto: Bundeswehr / Jonas Weber