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Bonn

12.11.2018
Jetzt anmelden: 12. Klimaschutzkonferenz des DStGB
Mario Hoppmann - fotolia.com

„Kommunen aktiv für den Klimaschutz“ lautet der Titel der 12. Klimaschutzkonferenz des DStGB. Am 26. Februar 2019 werden erneut vorbildliche und innovative Praxisbeispiele zur Mobilität, Klimafolgenanpassung, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit präsentiert und diskutiert. Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau und Professor Joachim Schellnhuber vom Potsdam Institut sprechen auf der eintägigen Fachkonferenz im Forschungszentrum caesar in Bonn.

Städte und Gemeinden in Deutschland sind seit vielen Jahren maßgebliche Akteure beim Klimaschutz und bei der Energieeffizienz. Der DStGB gibt seit 2008 mit ihrer jährlichen Fachkonferenz kommunalen Vertretern interessante Impulse zum kommunalen Klimaschutz. Die hohen Teilnehmerzahlen der Konferenzen von über 200 Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zeigen das ungebrochen große Interesse und die Aktualität des Themas. Ziel der Veranstaltung ist, den Erfahrungsaustausch kommunaler Praktiker mit weiteren Akteuren des Klimaschutzes und der Energieeffizienz zu fördern.

Neue Entwicklungen stellen die Kommunen gegenwärtig vor große Herausforderungen. In deutschen Städten und Gemeinden werden Extremwettereignisse wie Starkregen, Stürme oder längere Dürre- und Hitzeperioden wie im letzten Jahrhundertsommer 2018 zum Normalfall. Der Klimawandel ist demnach endgültig bei uns angekommen. Vor diesem Hintergrund nimmt neben dem Klimaschutz auch die Vorsorge gegen Klimaschäden in Kommunen einen hohen Stellenwert ein. Passend dazu werden auf der 12. DStGB-Klimaschutzkonferenz unter anderem Michael Maas vom Tiefbauamt in Pirmasens und Dipl.-Geogr. Swen Christian, Beigeordneter aus Wachtberg, ihre Vorsorge- und Anpassungsprojekte dazu vorstellen.

Die Dieselproblematik gehört selbstverständlich ebenfalls zu den Konferenzthemen. Im Februar 2018 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass Fahrverbote in Innenstädten grundsätzlich zulässig sind. In mehreren Städten gelten Fahrverbote aufgrund von Gerichtsentscheidungen bereits, in anderen werden sie in Kürze eingeführt. Die seit den Urteilen anhaltende Diskussion um Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen oder Umtauschprämie für Diesel-Besitzer durch die Hersteller zeigt: Die Notwendigkeit neuer Mobilitäts- und Logistiklösungen zum Erhalt lebenswerter Städten und Gemeinden ist immens. Fahrverbote sind allerdings keine umfassende Lösung, denn diese schneiden die Lebensadern der Kommunen ab. Forum I der Konferenz befasst sich aus diesem Grund mit der Mobilität von Morgen und thematisiert unter anderem Elektromobilität als alternative Antriebsmethode.

Begrüßt werden die Teilnehmer vom 1. Vizepräsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Bürgermeister Roland Schäfer aus Bergkamen und von dem Oberbürgermeister der Stadt Bonn Ashok Sridharan.

Zahlreiche Bürgermeister und weitere kommunale Vertreter stellen darüber hinaus ihre Projekte in insgesamt vier Fachforen vor:

Fachforum I: Die Mobilität von Morgen - Schöne neue Welt?
Fachforum II:
Klimaanpassung - Kommunen zwischen Dürre und Starkregen
Fachforum III:
Die nachhaltige Kommune - Von guten Beispielen lernen
Fachforum IV:
Energieeffizienz und Erneuerbare Energien - Wunsch oder Wirklichkeit?

Die Konferenz findet im Forschungszentrum Caesar, Ludwig-Erhard-Allee 2, 53175 Bonn statt.

Die Links zur Anmeldung und zum aktuellen Programm finden sich unten.

(Foto: Mario Hoppmann - fotolia.com)