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Wohnungsbau

21.08.2018
Bauen, Bauen, Bauen
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Deutschland braucht mehr Wohnungen, jedes Jahr 350.000 bis 400.000. Es braucht eine Vielzahl von Maßnahmen: Leerstand muss genutzt, Ballungsräume müssen entlastet und Liegenschaften von Bund und Ländern zur Schaffung von Wohnraum freigeben werden. Statement von DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg.

DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg zum Wohnungsmangel:

"Damit die Zahl neu errichteter Wohnungen in Deutschland (2017: 284.000 Wohnungen) nicht weiter hinter dem Bedarf von mindestens 350.000 Wohnungen pro Jahr zurückbleibt, sind die vielfach von den Kommunen aktiv genutzten Konzeptvergaben, das serielle Bauen und digitale Planungen zwar wichtige Mosaiksteine. Ganz vorrangig müssen die Städte und Gemeinden aber bessere Möglichkeiten zur Mobilisierung des Baulands erhalten. Dazu ist eine Vereinfachung und Vereinheitlichung im Planungs-, Bauordnungs- und Vergaberecht nötig. Gefordert sind hier nicht die Kommunen, sondern Bund und Länder. Auch ist der Fachkräftemangel im Bauhandwerk ein zunehmendes Hindernis. Die anstehende Reform der Grundsteuer muss zudem genutzt werden, um Bauland zum Zwecke des Wohnungsbaus besser zu aktivieren. Zudem muss für die Allgemeinwohlaufgabe der Schaffung bezahlbarer Wohnungen die Bundeszuständigkeit für den sozialen Wohnungsbau wiederhergestellt werden. Weiter sind ein Abbau der mehr als 20.000 und zum Teil kostensteigernder Bauvorschriften ebenso nötig wie steuerliche Anreize zur Forcierung von Investitionen im Wohnungsbau. Statt der Schaffung immer neuer Regeln und Standards und gegenseitiger Schuldzuweisungen, die keine einzige neue Wohnung schafft, muss das gemeinsame Motto lauten: „Bauen, bauen, bauen!“"

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