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Crowdfunding

12.03.2018
Crowdfunding: Innovative Projektförderung für Kommunen
© Fotimmz - Fotolia.com

Crowdfunding bietet für Kommunen eine neue Möglichkeit, gemeinnützige Projekte über Spenden von Privatpersonen zu finanzieren. Egal ob Trikots für den Sportverein, ein neues Spielgerät für den Kindergarten, oder einfach ein innovatives soziales Projekt – dank Crowdfunding (dt. „Schwarmfinanzierung“) können Projekte finanziert werden, die den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu Gute kommen, ohne das der kommunale Geldbeutel belastet wird. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) bietet nun erstmalig  eine städtefreundliche Umsetzung zum Aufbau einer solchen Crowdfunding-Plattform an.

Was ist Crowdfunding?
Das Prinzip des Crowdfundings verbindet Menschen mit innovativen Ideen sowie gemeinnützigen Projekten die Kapital zu deren Umsetzung brauchen, mit solchen Menschen die bereit sind diese Projekte zu fördern. Somit wird eine neuartige Finanzierungsmöglichkeit geschaffen, an der sich jeder Bürger beteiligen kann, egal wie hoch seine unterstützende Fördersumme ist. Das Kapital stammt von einzelnen Privatpersonen, die vom Konzept des Projektes so überzeugt sind, dass sie es mit einer Geldspende finanzieren, was auch durch den Namen „Crowd“ (Menschenmenge) “funding“ (Finanzierung) symbolisiert wird.


Wie funktioniert Crowdfunding?
Zu Beginn eines jeden Crowdfunding-Prozesses steht ein Projektinitiator, der auf der Crowdfunding-Plattform sein Projekt beschreibt, seinen Förderbedarf festlegt und in der Öffentlichkeit und in sozialen Netzwerken um Unterstützung für sein Projekt wirbt. Ist die Fördersumme erreicht, wird der Betrag an das Projekt ausgezahlt. Sollte dies nicht erreicht werden, geht das Geld wieder an die Unterstützer zurück. Oftmals findet die Unterstützung des Projektes in Form eines kleinen Geschenks oder einer Prämie Anerkennung. Damit die Qualität und Seriosität der Projekte sichergestellt werden kann, durchläuft jeder Projektstarter ein Verifizierungsprogramm. Zusätzlich werden die Projekte vor einer finalen Freigabe anhand eines vorab definierten Kriterienkataloges auf ihre Qualität überprüft.


Welche Vorteile bringt Crowdfunding für Städte und Gemeinden?
Für Städte und Gemeinden hat dieses Finanzierungskonzept den Vorteil, dass eine wesentlich höhere Anzahl an lokalen Projekten unterstützt werden kann, ohne gleichzeitig die Ausgaben der Stadt zu erhöhen, da die finanziellen Unterstützer meistens aus der eigenen Bevölkerung stammen. Diese Förderung lokaler Projekte erhöht zudem das ehrenamtliche Engagement der Bürger, ihren Einsatz für die eigene Heimat und den Zusammenhalt der Bevölkerung. Darüber hinaus positioniert sich die Kommune als innovativ und modern und erhält mehr öffentliche Aufmerksamkeit.


Der VKU-Rahmenvertrag
Um Crowdfunding auch für Kommunen einfach zu ermöglichen hat der VKU Verlag in Kooperation mit der fairplaid GmbH, einem der führenden Anbieter für Crowdfunding-Services, einen Rahmenvertrag abgeschlossen. Dadurch erhalten Kommunen zu günstigen Konditionen eine individuelle Crowdfunding-Plattform und können die hohen Kosten einer eigenen Umsetzung umgehen. Die einzigen entstehenden Kosten sind die monatliche Pauschale, die sich nach gewählter Vertragsvariante (Platin oder Gold) richtet. Kosten für die Software, die Implementation oder anderweitige Verbindlichkeiten entstehen nicht. Die Gewährleistung und Durchführung des sicheren Zahlungsverkehrs  wird über den deutschen Anbieter für bargeldloses Bezahlen Secupay AG garantiert. Auch der gesamte technische Support und tägliche Betrieb wird von fairplaid übernommen, wodurch der Verwaltungsaufwand für die Kommune gering bleibt. Dabei erscheint die Website im jeweiligen Design der Stadt oder Kommune, was sich wiederum positiv auf das Markenimage auswirkt und den Wiedererkennungswert steigert.

Erste erfolgreiche Beispiele der Kooperation zeigen zum Beispiel die Stadtwerke Menden, die mit ihrer Plattform mendenCROWD im Mai 2017 online gegangen sind. sechs Wochen nach Start der Plattform sind bereits an die 17.000 Euro Spendengelder gesammelt. Im gesamten Jahr 2017 wurde eine Fördersumme von insgesamt 70.000 Euro generiert.

Weitere Informationen zum Angebot finden Sie im Anhang oder unter der Homepage des VKU.

(Foto:© Fotimmz - Fotolia.com)