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26.10.2018
Gespräch im Kanzleramt zur Flüchtlingspolitik
Foto: © Bundesregierung / Bergmann

Ein weiteres Treffen von Verbänden und Organisationen mit Bundeskanzlerin Merkel zur Integrations- und Flüchtlingspolitik. DStGB-Präsident Dr. Brandl verlangt, dass die Gelder des Bundes auch bei den Kommunen ankommen. Fazit der Gespräche: Trotz erster Erfolge gibt es noch viel zu tun. Die Treffen sollen nach Willen der Kanzlerin fortgesetzt werden.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Bildung und Integration in den Arbeitsmarkt, das seien die Schwerpunkte, die das Thema „Geflüchtete in Deutschland“ aktuell bestimmen, betonte die Bundeskanzlerin Merkel zu Beginn des Treffens mit Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen zur Flüchtlingspolitik und Integration im Bundeskanzleramt. Es sei beachtlich, was zwischenzeitlich geleistet worden sei. So gingen im Juli 2018 rund 327.000 Geflüchtete mit einer Staatsangehörigkeit aus nichteuropäischen Herkunftsländern einer Beschäftigung nach. 25.000 junge Menschen befänden sich in einer betrieblichen Ausbildung. Der Präsident des Deutsche Städte- und Gemeindebundes, Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, betonte in seinem Statement, dass die Integration nur durch eine gute Zusammenarbeit von hauptamtlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort gelingen könne. Deshalb bräuchten die Städte und Gemeinden auch eine nachhaltige finanzielle Unterstützung zur Erfüllung dieser Aufgabe. Das Geld des Bundes müsse bei den Kommunen ankommen. Er wies darauf hin, dass die fehlende gleichmäßige Verteilung der Geflüchteten nach wie vor zu einer Konzentration in Ballungszentren führe, mit der Folge, dass die notwendige soziale Infrastruktur und der Wohnraum nicht ausreichend zur Verfügung stünden. Integrations- und Sprachkursen müssen mit der Arbeitsvermittlung besser verzahnt werden. Es gebe noch viel zu tun, so dass das Fazit des Treffens, das nach Ankündigung der Bundeskanzlerin fortgesetzt werden soll.

(Foto: © Bundesregierung / Bergmann)