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Ländlicher Raum

22.02.2018
Politik muss sich den ländlichen Räumen stärker widmen
© marcelheinzmann-Fotolia.com

In Deutschland haben wir eine zunehmende Spreizung zwischen reichen und armen Kommunen und Regionen. Diese Entwicklung steht vielerorts in direkter Beziehung zu den Auswirkungen des demografischen Wandels. Wir entfernen uns zunehmend von dem Auftrag des Grundgesetzes, der vorsieht, dass die Lebensverhältnisse in ganz Deutschland gleichwertig sein sollen. Hier muss die Politik entschlossen gegensteuern, um dem Gefühl abgehängt zu sein entgegenzuwirken und Radikalisierungstendenzen wirksam zu bekämpfen.

Dazu gehört das Bekenntnis, die Daseinsvorsorge - von der ärztlichen Versorgung über eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur bis zu einem funktionsfähigen ÖPNV  - flächendeckend zu gewährleisten. Die neue Bundesregierung muss ein Aktionsprogramm zur Stärkung der ländlichen und abgehängten Regionen auflegen. Behörden, aber auch Wirtschaftsstrukturen, müssen dort gestärkt werden. Notwendig sind Hoffnungssignale für die Menschen vor Ort, die ihnen vermitteln, dass sie nicht vergessen sind und dass man sich auch in der „großen Politik“ um sie kümmert. Wichtig ist es, nicht allein Geld zu verteilen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, so dass die Stärken, die es in jeder Region gibt weiterentwickelt werden können. Die Kommunen stehen bereit, ein solches Programm mitzutragen und auszugestalten.

(Ein Statement von DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg)

(Foto: © marcelheinzmann-Fotolia.com)