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13.09.2018
Landlust oder Stadt(rand)frust – Landlabs als Orte neuer Zusammenarbeit
© Christian Schwier-Fotolia.com

Neue Chancen für das Land im digitalen Wandel sucht die Konferenz „Landlust oder Stadt(rand)frust – Landlabs als Orte neuer Zusammenarbeit“ am 17. September 2018 in Wennigsen. Veranstalter ist die gemeinnützige Gesellschaft "Kreatives Unternehmertum" in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), dem Niedersächsischen Städtetag sowie der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) in Köln. Örtliche Partner sind die Region Calenberger Land und die Gemeinde Wennigsen (Deister).

Im Zentrum des Kongresses steht die Konzeptidee „Landlab“. Diese begreift eine Stadt oder ein Dorf als Ort humanen Lebens im digitalen Zeitalter. „Land“ ist dabei der konkrete Raum während „Lab“ der digitale Raum ist für kreatives Experimentieren, aus dem neue Impulse kommen und konkrete Maßnahmen für die Zukunft entstehen.
„Landlab“ fragt am gesellschaftlichen Konfliktpotenzial von Mobilität, Arbeit und Soziales wie es Kommunen gelingt, in einer zunehmend digitalen Wirklichkeit, Bürgern Heimat und Identität zu geben und für sich selbst neue Entwicklungspotenziale zu erschließen.

Dank des Berliner Koalitionsvertrages werden die Fragen von gleichwertigen Lebensverhältnissen, Daseinsvorsorge und digitalen Zukunftsstrategien mittlerweile auf ministerialer Ebene verhandelt, doch noch fehlt es an Umsetzungsideen und -strategien vor Ort. Dazu soll die Wennigser Tagung einen weitsichtigen Beitrag leisten.
Die ländliche Gemeinde vor den Toren der niedersächsischen Landeshauptstadt hat sich in den zurückliegenden Jahren bereits mit richtungsweisenden Digitalprogrammen einen Namen gemacht. Beispielsweise war sie Gastgeberin der Smarte-Regionen-Initiative von "Collaboratory - Internet und Gesellschaft", wo die ersten Grundlagen des smarten vernetzten Lebens in der Fläche erarbeitet wurden und heute noch ein vielzitiertes Beispiel sind. Auch hat Wennigsen den ersten Preis für online-Partizipation gewonnen und sich im Feld digitaler Bürgerbeteiligung einen Namen gemacht.

Die eintägige Tagung mit rund 20 Experten aus der ganzen Bundesrepublik sucht in den Bereichen Kommune, Digitalisierung, Beratung, Verkehr und kommunalen Verbänden nach Antworten für Zukunftsfragen von Städten und Gemeinden - und welche "Umbauprogramme" dafür erforderlich sind. Neben Rednern wie der Geschäftsführer des niedersächsischen Städtetags, Dr. Jan Arning, werden der anerkannte Buchautor Willi Kaczerowski, Bloggerin Anke Knopp oder D21-Verbandssprecherin Lena-Sophie Müller diskutieren wie die jüngst mit ihrem Abitur aus dem Amt geschiedene Wennigser Jugendbürgermeisterin Rebekka Theis als Stimme einer ebenso digitalen wie engagierten Generation.

Die Tagung ist zusammen mit Bürgermeister Christoph Meineke aus Wennigsen entwickelt worden, der zu den führenden politischen Protagonisten der Digitalisierung in Deutschland zählt. Vom Bundesforschungsministerium und der Gesellschaft für Informatik wurde er zu den "Digitalen Köpfen" Deutschlands gewählt und wurde wegen seiner Internet-Wahlkämpfe bundesweit bekannt. Etwa 100 Vertreter aus Städten und Gemeinden, der Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft werden erwartet.

(Foto: © Christian Schwier-Fotolia.com)