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Preisverleihung

24.04.2018
Preisverleihung "Bundeswehr und Gesellschaft"
© Weber

Im Rahmen eines Festaktes in Berlin verlieh die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, bereits zum vierten Mal den Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“. Die Kooperationsveranstaltung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zeichnete vier Preisträger für ihren besonderen Einsatz für die Menschen in der Bundeswehr und ihrer Angehörigen aus.

Zum mittlerweile vierten Mal ging der Preis an Menschen und Institutionen, die sich besonders intensiv für die Verbesserung des Verhältnisses zwischen Bundeswehr und Gesellschaft einsetzen – diesmal an das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Leverkusen, die Stadt Storkow (Mark) in Brandenburg sowie die Vereine „Wiege der Bundeswehr Andernach“ und „Freundeskreis der Bundeswehr Waldkaserne.“

Ministerin von der Leyen betont: „Ich bin immer wieder beeindruckt, welche vielfältigen Gesten der Wertschätzung die Bundeswehr in den Kommunen erfährt und welchen breiten und tiefen Rückhalt die Angehörigen der Bundeswehr genießen. Es ist genau dieses Engagement, das sie so ermutigt und stärkt in ihrem fordernden Auftrag. Auch ihre Familien profitieren Tag für Tag davon, auch in schwierigen und schmerzlichen Situationen. Für dieses Engagement, diese gelebte Partnerschaft sind wir unendlich dankbar. Deswegen verleihen wir den Preis
„Bundeswehr und Gesellschaft.“

Der Preis wird vom Verteidigungsministerium gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund vergeben. DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sprach vor rund 500 Gästen im Berlin Congresscenter am Alexanderplatz das Grußwort – und brach eine Lanze für die Truppe. Die Kritik in Teilen der Öffentlichkeit sei so „simpel wie falsch“, sagte Landsberg, der im Vorjahr das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold erhalten hatte. „Vieles funktioniert, vieles ist preiswürdig.“ Insofern sei der Preis Bundeswehr und Gesellschaft „fast schon ein Klassiker.“

Die Gewinner des Preises "Bundeswehr und Gesellschaft"

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Leverkusen:
Das Gymnasium gestaltete über viele Jahre aktiv Begegnungen zwischen Bundeswehr und Schülern. Es initiierte darüber hinaus eine Ost-West-Kooperation mit dem Carl-Friedrich- Gauß-Gymnasium in Schwedt (Oder) beim Spiel „Pol&IS. Das gezeigte Engagement reichte teils über den aktiven Dienst hinaus, wie z.B. bei dem ehemaligen Lehrer Herr Günther Haupt (†).

Stadt Storkow (Mark):
Die Stadt Storkow (Mark) hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark für die Kooperation mit der Bundeswehr, hier insbesondere den in der Kurmark-Kaserne stationierten Einheiten, engagiert. Es wurden eine  Patenschaft  mit  dem  damaligen  Führungsunterstützungs- bataillon 381 vereinbart und bereits viele gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt, wie z.B. öffentliche Gelöbnisse oder Verabschiedungs- und Rückkehrappelle auf dem Marktplatz der Stadt. In 2017 wurde in Storkow (Mark) die Großveranstaltung zum „Tag der Bundeswehr“ ausgerichtet. Durch das Anbringen der Gelben Schleife neben dem Stadtwappen an den Ortseingängen wird die Verbundenheit zwischen der Stadt und Bundeswehr demonstriert.

Förderverein „Wiege der Bundeswehr“ Andernach e.V.:
Der Förderverein „Wiege der Bundeswehr“ Andernach e.V. wurde am 29. Oktober 2010 mit dem Ziel gegründet, Teile der Krahnenberg-Kaserne als „Wiege der Bundeswehr“ zu erhalten. Die Gründung der neuen deutschen Armee und ihre Indienststellung am 20. Oktober 1956 durch den damaligen Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer in der Andernacher  Kaserne gingen in ihrer Bedeutung damals weit über die regionalen Bezüge hinaus. Der Förderverein unterstützt die Erhaltung der unter Denkmalschutz stehenden letzten Baracke des damaligen Truppenlagers Andernach und der durch die Bundeswehr geschaffenen militärhistorischen Sammlung.

Verein „Freundeskreis der Bundeswehr Waldkaserne e.V.“:
Der Verein pflegt seit 1977 die Beziehungen zwischen der Bundeswehr und den Bürgerinnen und Bürgern des Standorts Hilden. Er versteht sich als ein Bindeglied und bildet ein Forum für den sicherheitspolitischen Dialog sowie die Anliegen der Bundeswehr, die für die Öffentlichkeit von Interesse sind. In regelmäßigen Abständen führt der Freundeskreis Vortragsveranstaltungen zur Information über die Streitkräfte und die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Bundesrepublik und der NATO durch. Darüber hinaus bietet er Hilfen für neu zuversetzte Soldaten und in sozialen Notlagen an.

Hintergrundinformation zum Preis:

Der im Jahresrhythmus verliehene Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ ist Teil der Agenda „Bundeswehr in Führung - Aktiv. Attraktiv. Anders“. Er würdigt Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen, die sich in besonderem Maße für die Menschen in der Bundeswehr und ihre Angehörigen öffentlichkeitswirksam einsetzen.

Aus 41 Vorschlägen aus allen Bereichen der Bundeswehr, bundeswehrnahen Verbänden und Gewerkschaften, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Städtetag wurden die Preisträger „Bundeswehr und Gesellschaft“ von einem Empfehlungsausschuss unter dem Vorsitz von Dr. Landsberg und durch die Verteidigungsministerin ausgewählt.

Zur Skulptur:

Die durch die Künstlerinnen Anja Lapatsch und Annika Unger geschaffene Preisskulptur in Form eines Kubus mit einer Seitenlänge von 10,5 cm besteht aus drei sich ergänzenden Teilen. Der äußere tragende Teil aus Eiche symbolisiert die Gesellschaft. Die zweite darin eingebettete Komponente aus Corian, einem mineralisch-organischen Verbundwerkstoff, steht für die Personen der Gesellschaft, die sich für die Bundeswehr einsetzen. Das dritte, die Skulptur vervollständigende Element, ein Kubus aus Messing, stellt die Bundeswehr dar und ist dabei selbst zu 100% Gesellschaft.

Der Preisträger erhält jeweils neben einer Urkunde eine Preisskulptur und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 €. Durch diese Auszeichnung soll das Verhältnis zwischen Bundeswehr und Gesellschaft vertieft und nachhaltig gefestigt werden.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung