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Wohnungsmangel

06.09.2018
Verschärfte Mietpreisbremse löst Wohnungsmangel nicht
© Thomas Reimer - Fotolia.com
Auch die verschärfte Mietpreisbremse wird den Wohnraummangel in den Ballungszentren kaum lösen können. Die neuen Regelungen sind zwar schärfer als bislang, dennoch werden sie in der Praxis kaum die gewünschte Wirkung erzielen. Ein Statement von DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg gegenüber dem Handelsblatt.

Wenn 30 oder 40 Bewerber um eine preiswerte Wohnung konkurrieren sind Sie regelmäßig nicht in der Position gegenüber dem zukünftigen Vermieter von vorneherein ihre Rechtsposition durchzusetzen. Die Regelungen können nur in Einzelfällen ein Baustein sein, um überzogene Mieten zu verhindern. Dringend notwendig ist es, mehr Wohnraum zu schaffen. Die gilt sowohl für die Ballungszentren, aber auch für die ländlichen Räumen, in den Wohnungen leer stehen. Diese Regionen müssen durch Infrastruktur wie etwa Schnellbahnen erschlossen werden, damit sie attraktiver werden und die Menschen auch dort den vorhandenen preiswerten Wohnraum nutzen können. Wenn wir die Digitalisierung konsequent vorantreiben, können wir auch damit die Ballungsräume entlasten. Dann muss der Arbeitsplatz nicht mehr notwendigerweise im Ballungsraum sein, eine Dezentralisierung der Arbeitswelt wird so ermöglicht. Schließlich müssen auch die Anstrengungen für den sozialen Wohnungsbau deutlich verstärkt werden. Richtig ist die angestrebte Grundgesetzänderung, damit der Bund auch in diesem Bereich wieder mehr Kompetenzen bekommt.“

(Foto: © Thomas Reimer - Fotolia.com)