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Land Versorgt

2020-01-09
Initiative „LandVersorgt“: Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums gesucht

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat sich zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Ziel gesetzt, die Versorgung ländlicher Räume in Deutschland mit guten Ideen zu stärken. Vor diesem Hintergrund fördert das BMEL modellhafte und innovative Projekte unter dem Titel „LandVersorgt – Neue Wege zur Nahversorgung in ländlichen Räumen“.

„Wir hoffen auf möglichst viele Bewerbungen von Kommunen, die innovative Ideen haben, die für eine bessere Versorgung der Bevölkerung in ländlichen Räumen sorgen und gleichzeitig das Miteinander in den Dörfern stärken. Beispielsweise könnte ein Projekt darin bestehen, vorhandene Mahlzeitendienste um das Angebot zu erweitern, gleichzeitig regionale Produkte wie Kartoffeln an den Kunden auszuliefern. Des Weiteren könnte der Abnehmer dann bspw. ein Paket auf dem Rückweg an die Vernetzungsstelle mitgeben, so dass auf diese Weise ein Kreislauf der Dienstleitungen entsteht.  Das Vorhaben geht also über den klassischen Dorfladen hinaus. Finanziell gefördert werden Ideen in Kommunen, die multifunktionale, digitale Versorgungsansätze verfolgen, die heute in vielen Quartieren der größeren Städte selbstverständlich sind“, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Bekanntmachung.

Ein wesentliches Element einer guten Daseinsvorsorge und sozialer Teilhabe sind funktionierende Nahversorgungsstrukturen. Besonders im ländlichen Raum sind diese aber vielfach nicht gewährleistet, so dass der Nahversorgungsbedarf vor Ort nicht mehr gedeckt werden kann. Kleinere Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels bis 400 m² Verkaufsfläche, die eine besondere Rolle für die Nahversorgung im ländlichen Raum spielen, verschwinden zunehmend. Oft liegt dies darin begründet, dass diese aufgrund der Marktkonkurrenz nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind oder die Unternehmensnachfolge nicht gesichert ist. Für die mobile Bevölkerung ist der Verlust dieser Dorfläden weniger dramatisch, da die häufig verkehrsgünstig gelegenen Discounter und Supermärkte mit ihren vielfältigeren und preisgünstigeren Angeboten oft die attraktivere Alternative beim Einkauf von Gütern des täglichen Bedarfs sind. Für einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung trifft dies jedoch nicht zu. Aus diesem Grund bedarf es wirtschaftlicher, zukunftssicherer Lösungen für diese Kommunen. Landsberg weiter: „Gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland fangen mit einer Sicherstellung der Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs an. Das Programm „LandVersorgt“ bietet einen finanzielle Unterstützung an, um Projekte der „Dableibevorsorge“ in ländlichen Räumen ins Rollen zu bringen.“

Zunächst können alle interessierten Kommunen bis zum 31. März 2020 ihre Ideen einreichen. Gefördert wird die Erarbeitung einer begrenzten Anzahl von Projektkonzepten, die im bundesweiten Maßstab Modellcharakter haben. Im Anschluss daran werden umsetzungsfähige Projektkonzepte ausgewählt, welche die Nahversorgungssituation in ländlichen Kommunen mit neuartigen Ideen verbessern.

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben „LandVersorgt“ wird vom BMEL sowie der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) gefördert.

Foto: © Ingo Bartussek-Fotolia.com

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