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Umwelt

2019-09-26
Neumarkt in der Oberpfalz ist „Hauptstadt des Fairen Handels 2019"
© Foto: Joerg Loeffke

Neumarkt in der Oberpfalz konnte sich gegen 99 Kommunen und Städte durchsetzen und ist „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“. Damit gewinnt zum ersten Mal eine Kommune aus Bayern den Titel. Der Wettbewerb zeichnet seit 2003 Kommunen aus, die sich für den Fairen Handel und Faire Beschaffung einsetzen.

Die Preisverleihung fand am 18. September 2019 im Kölner E-Werk statt und bildete den Auftakt des Kongresses „fair begegnen – fair gestalten“. Für den Schirmherrn des Wettbewerbs, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, überreichte sein Abteilungsleiter Dr. Bernhard Felmberg in Köln die Preise.
Nicht nur Neumarkt in der Oberpfalz durfte sich dabei über einen Preis freuen.

Die Sieger und ihre Preisgelder:

  1. Platz: Stadt Neumarkt in der Oberpfalz (70.000 Euro)
  2. Platz: Stadt Bad Säckingen (40.000 Euro) und Stadt Münster (40.000 Euro)
  3. Platz: Stadt Nürnberg (30.000 Euro)
  4. Platz: Stadt Leipzig (20.000 Euro)

Weitere Sonderpreise, mit je 10.000 Euro dotiert, gehen für gelungene Einzelprojekte an Dinslaken, Gotha, Hamburg, Lübeck und Westerstede.

Zum Sieger Neumarkt (Bayern, rund 40.000 Einwohner)

Die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz bewirbt sich seit 2005 beim Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“. Sie gehört damit zu den treuesten Teilnehmerkommunen. Seit 2011 belegt Neumarkt regelmäßig einen Platz auf dem Siegertreppchen: 2011 den 4. Platz, 2015 den 3. Platz, 2013 und 2017 jeweils den 2.Platz. 2019 konnte sich die engagierte Kommune nun als Gewinner durchsetzen.

Zum zweiten Mal nach 2009 und der damaligen Siegerstadt Marburg gewinnt mit Neumarkt eine Mittelstadt. Dass auch solche Kommunen mit einer Einwohnerzahl von 20.000 bis 100.000 viel bewegen können, zeigt Neumarkt eindrücklich: Die Stadt überzeugte die Jury unter anderem mit ihrem starken und breit aufgestellten gesellschaftspolitischen Engagement und der festen, strategischen Verankerung des Gedankens des Fairen Handels in der bayerischen Kommune. Als preiswürdig erachtete die Jury auch die tiefe, regionale wie thematische Vernetzung der Kommune mit anderen Akteuren.

Ausgezeichnet werden ferner die Kontinuität der Arbeit und die Vielfältigkeit der eingereichten Projekte, darunter etwa die Vergabe von Mikrokrediten in den Globalen Süden durch Neumarkt selbst. Die sehr gute Qualität der Projekte hält mühelos den Vergleich mit größeren Kommunen stand. Außergewöhnlich gelungen ist auch die Verbindung der Idee des Fairen Handels mit anderen Querschnittsthemen wie Klima und Umwelt, so die Jury.

Die diesjährige Jury bestand aus zehn Expertinnen und Experten aus dem Bereich Fairer Handel und kommunale Beschaffung:

    • Nadine Gerks, Verband Kommunaler Unternehmen
    • Georg Abel, Verbraucher Initiative e.V.
    • Miriam Feldmann, Stadt Köln
    • Felix Reifschneider, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
    • Axel Welge, Deutscher Städtetag
    • Deliana Bungard, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Juryvorsitzende
    • Teresa Hoffmann, Brot für die Welt
    • Ruben Enxing, Forum Fairer Handel e.V.
    • Uwe Prüfer, Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft (BBAG)
    • Dieter Overath, TransFair e.V.

    Die Preisverleihung 2019 unterstützte die Stadt Köln. 2021 geht der Wettbewerb voraussichtlich in die zehnte Runde.
    Alle Bewerber- und Preisträgerkommunen werden 2020 an Erfahrungsaustauschen (zwei Termine, je zwei Tage) teilnehmen, die die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchführt. Die Teilnahme hat jeder Bewerber gewonnen, alle Kosten werden übernommen.

    Weitere Informationen sowie die Kurzfilme zum Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ finden Sie unter www.faire-hauptstadt.de.

    © Foto: Joerg Loeffke

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