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Unfälle

2019-07-10
Verkehrsunfallstatistik 2018
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Nach Auswertung des Statistischen Bundesamtes kamen im Jahr 2018 3.275 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Dies entspricht einem Anstieg von 95 gegenüber 2017 (+3 %). Während die Zahl der getöteten und verletzten Pkw-Insassen leicht rückläufig ist, stieg die Zahl der Unfälle mit Radfahrenden im Vergleich zum Vorjahr an.

Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich 2018 innerhalb von Ortschaften (69%). Ein Großteil der Verkehrstoten kam jedoch bei Unfällen außerorts auf Landstraßen ums Leben (57%). Im Vergleich zum Jahr 2010 sank die Zahl der Verkehrstoten um 10,2 %, wobei es deutliche Unterschiede hinsichtlich der Art der Verkehrsbeteiligung gibt. Die Zahl getöteter Pkw-Insassen lag 2018 um 22,6 % niedriger als 2010. Bei Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Menschen, die auf einem Kraftrad wie einem Mofa oder einem Motorrad ums Leben kamen, fielen die Rückgänge mit 3,8 % beziehungsweise 1,7 % deutlich geringer aus. Die Zahl der getöteten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer stieg im Vergleich zu 2010 um 16,8 %. Absolut betrug die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2018 3.275, davon waren 1.424 Pkw-Insassen, 697 Nutzerinnen und Nutzer eines Kraftrads, 458 Fußgängerinnen und Fußgänger, 445 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer und 174 Insassen von Güterkraftfahrzeugen. Weitere 77 Menschen kamen anderweitig ums Leben, zum Beispiel mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen (20) oder als Businsasse (9).

Auf Deutschlands Radinfrastruktur wird es eng. Der Anteil mit dem Rad zurückgelegter Wege sowie die Fahrleistung im Radverkehr nehmen seit Jahren stetig zu (vgl. Studie Mobilität in Deutschland). Die aktuellen Zahlen der Unfallstatistik unterstreichen die Notwendigkeit eines umfassenden Ausbaus der Radinfrastruktur, um beispielsweise gefährliche Situationen zwischen Kraftfahrzeugen und Radfahrenden, beim Abbiegen und Kreuzen zu vermeiden. Eine zusätzliche Beanspruchung der Radwegeinfrastruktur in den Städten und Gemeinden entsteht seit kurzem zudem durch die Zulassung der Elektrokleinstfahrzeuge. Die Schaffung separater Radwege oder der fahrradfreundliche Umbau von Kreuzungsanlagen stellen die Kommunen jedoch vor umfassende Aufgaben bei gleichzeitig vielerorts finanziellen und personellen Engpässen. Der öffentliche Straßenraum unserer Städte und Gemeinden wurden Jahrzehnte vorwiegend auf die Belange des Autoverkehrs ausgerichtet. Bei der Gestaltung der Verkehrswende vor Ort bedarf es nun der umfassenden Unterstützung des Bundes und der Länder. Dies gilt gerade auch vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit, welche entscheidend ist, um Menschen zum Umstieg des Verkehrsmittels zu bewegen.

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