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Wettbewerb

2020-09-24
Preisverleihung „Kommune bewegt Welt“
Foto: © william87 - Fotolia.com
Im Rahmen des Wettbewerbs „Kommune bewegt Welt“ wurden insgesamt zehn Kommunen für ihr außergewöhnliches, innovatives und nachhaltiges Engagement ausgezeichnet. In den Größenkategorien kleine, mittlere und große Kommunen konnten sich Vilshofen an der Donau, Stralsund und der Kreis Düren gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Am 23. September 2020 wurden die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Kommune bewegt Welt – Der Preis für herausragende kommunale Beispiele zu Migration und Entwicklung“ im Rahmen einer feierlichen live über YouTube verfolgbaren virtuellen Preisverleihung bekanntgegeben. Ausgezeichnet für ihr außergewöhnliches, innovatives und nachhaltiges Engagement wurden insgesamt zehn Gemeinden, Landkreise und Städte, die sich gemeinsam mit entwicklungspolitisch aktiven migrantischen Organisationen beworben hatten. Der Preis wurde in drei Kategorien, abhängig von der Einwohnerzahl (bis 20.000, von 20.000 bis 100.000 und mehr als 100.000), vergeben. Zudem gab es drei Sonderpreise sowie erstmalig auch einen Publikumspreis.

Kategorie „Große Kommune“

In der Kategorie über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner erhielt der Kreis Düren den ersten Platz. Überzeugen konnte er dabei durch seine kohärente kommunale Entwicklungspolitik, in der Migration und Entwicklung intensiv zusammen gedacht und in der entwicklungspolitische Themen in spannenden und internationalen Kooperationen vorangetrieben werden. Die Stadt Nürnberg belegte einen hervorragenden zweiten Platz und beeindruckte dabei die Jury mit ihrem innovativen und internationalen Engagement.

Kategorie „Mittlere Kommune“

In der Kategorie 20.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner setzte sich die Stadt Stralsund gegen andere Bewerber durch und gewann den ersten Platz. Ganzheitliche entwicklungspolitische Strukturen gaben hier den Ausschlag. Nach Ansicht der Jury bündelt die Kommune ihre Kräfte mit einer sehr engagierten migrantischen Organisation. Auf ihren gemeinsamen Weg wird Nachhaltigkeit nicht nur betont, sondern auch mit einer Vielzahl an Projekten umgesetzt. Gleichzeitig gelingt es Stralsund, auch die Jugendlichen durch die Nutzung von Social Media mit ins Boot zu holen. Den zweiten Platz belegte Marburg für die konsequenten entwicklungspolitischen Aktivitäten der Stadt und ihrer migrantischen Vereine.

Kategorie „Kleine Kommune“

In der Kategorie bis 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner zeigt Vilshofen an der Donau, dass auch eine kleine Kommune viel bewegen kann. Die Kommune überzeugt mit nachhaltigen, entwicklungspolitischen Strukturen vor allem im Bereich Fairtrade. Gemeinsam mit zahlreichen Akteuren, von Schulen und Kindergärten bis hin zur Wirtschaft, werden migrantische Themen von unten nach oben bearbeitet und globales Lernen ermöglicht. Zugleich gelingt es der „kleinen Kommune”, durch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen darf sich über den zweiten Platz freuen und punktete im Bereich Fairtrade und mit konkreten Aktionen gegen Rassismus.

Sonderpreise und Publikumspreis

Darüber hinaus wurden die Kommunen Leipzig, Cottbus und Geestland mit Sonderpreisen bedacht. Der Sonderpreis „Synergien“ ging an Leipzig für seine bereichsübergreifende und innovative Zusammenarbeit innerhalb der Kommune sowie mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Cottbus soll auf dem eingeschlagenen Weg ermutigt werden, die über Jahre gewonnenen integrationspolitischen Erfahrungen um eine entwicklungspolitische Perspektive zu erweitern. Hierfür gab es den „Newcomer“-Preis. Der Sonderpreis „Ländlich geprägt, global bewegt” erhielt Geestland für das beeindruckende Engagement in einer nachhaltig durchdachten Städtepartnerschaft mit Tunesien.

Über den Publikumspreis stimmten die Bewerberkommunen am Abend live ab. Der Preis „von Kommunen für Kommunen“ ging an Münster.

Hintergrund

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global lobt den Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ zum nunmehr vierten Mal aus. Ziel des alle zwei Jahre vergebenen Preises ist es, erfolgreiche kommunale Kooperationen im Themenfeld „Migration und Entwicklung“ auszuzeichnen und damit hervorragendes Engagement vor Ort für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller. In seiner Videobotschaft zur Preisverleihung hat Minister Dr. Müller die Preisträger-Kommunen für ihre besonderen Leistungen und ihren Einsatz im Bereich Migration und Entwicklung gewürdigt und hervorgehoben, dass die Kommunen in der Entwicklungszusammenarbeit die besten Partner sind, „weil sie alles können, was wir auch in den Entwicklungsländern brauchen“.

In der Wettbewerbsjury sitzen neben dem Deutschen Städte- und Gemeindebund auch Vertreter/innen aus Kommunen, Zivilgesellschaft, entwicklungspolitischen Durchführungsorganisationen, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Videos zu den drei Preisträger-Kommunen der drei Hauptkategorien können über  eingesehen werden.

Foto: Foto: © william87 - Fotolia.com

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