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Wiedervereinigung

2020-10-03
Wiedervereinigung: Aus kommunaler sicht  Eine Erfolgsgeschichte
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Der Deutsche Städte- und Gemeindebund betont zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit, dass aus Sicht der kommunalen Ebene das Zusammenwachsen der ehemals getrennten Staaten gut gelungen ist. „Wenn man die Städte und Gemeinden fragt, ist die Wiedervereinigung eine Erfolgsgeschichte“, sagten Präsident Ralph Spiegler, Bürgermeister der Verbandgemeinde Nieder-Olm, und Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg in Berlin. Natürlich stehen die Kommunen in Ost und West auch in Zukunft vor gewaltigen Aufgaben. Die allermeisten davon sind aber unabhängig von der Himmelsrichtung und sie einen die kommunale Familie eher als dass sie sie trennen, so Spiegler und Landsberg.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund verweist auf eine Umfrage, die von der Zeitschrift Kommunal gemeinsam mit Forsa durchgeführt wurde. Sie belegt, dass die Wiedervereinigung aus Sicht der Oberbürgermeister*innen und Bürgermeister*innen in Deutschland gelungen ist und man mit Stolz in Ost und West auf das Erreichte blickt. Für die Umfrage wurden 1100 Amtsinhaber*innen in Ost- und Westdeutschland repräsentativ befragt. 96 Prozent teilen die Einschätzung, dass man stolz darauf sein könne, was bei der Wiedervereinigung bislang erreicht wurde. „Das zeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Städte und Gemeinden in Deutschland das Zusammenwachsen unseres Landes positiv bewertet“, zeigten sich Spiegler und Landsberg erfreut.

Zudem teilen Dreiviertel der Befragten die Auffassung, dass Gemeinden in Ost- und Westdeutschland heute im Prinzip vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. „Wir haben auf kommunaler Ebene wichtige Aufgaben vor uns und wer-den – nicht zuletzt durch die Folgen der Pandemie – auch in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern viel anpacken müssen. Dies ist aber nicht von der geographischen Lage der Kommunen abhängig, sondern von vielen anderen Faktoren. Klimaschutz, Digitalisierung und die weitere Ver-besserung der Lebensqualität lauten die Zukunftsfragen in Städten und Gemeinden“, betonten Spiegler und Landsberg. „Dabei darf aber nicht verkannt wer-den, dass es nach wie vor spezifische ostdeutsche Probleme gibt, etwa den Einwohnerrückgang in bestimmten Regionen oder die Stärkung der Wirtschaftskraft in der Fläche, die diskutiert und gelöst werden müssen.“

Anlässlich des Jahrestages der Wiedervereinigung macht die Umfrage allerdings auch deutlich, dass die ostdeutschen Kommunen zu einem deutlich höheren Anteil noch Unterschiede zu westdeutschen Kommunen wahrnehmen. Während rund 67 Prozent der Befragten in den neuen Bundesländern noch Unterschiede spüren, sind dies bei den westdeutschen Kommunen nur 44 Prozent. „Hier zeigen sich noch Meinungsunterschiede. Auch wenn die Wiedervereinigung aus kom-munaler Sicht gelungen ist, dürfen wir nicht nachlassen, an gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Deutschland zu arbeiten“, so Spiegler und Landsberg abschließend.

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