aktuelles

2011-06-28
Bildungspaket zunehmend erfolgreich
Statement von Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, zur zweiten Sitzung des "Runden Tisches" zum Bildungspaket. Auf Einladung von Bundesministerin Ursula von der Leyen waren Vertreter der kommunalen Spitzenverbände und der Länder am 28. Juni 2011 in Berlin zusammen getroffen. 
"Das Bildungspaket ist erst im April gestartet und die Antragszahlen Mitte April lagen bei etwa fünf bis sieben Prozent Zwischenzeitlich haben im Bundesschnitt etwa 25 Prozent der Eltern entsprechende Anträge für Kinder gestellt.  Wir sind also auf einem guten Weg, müssen aber noch besser werden. In Zukunft werden auch in den Jobcentern die Eltern angesprochen werden, ob sie nicht das Bildungspaket in Anspruch nehmen wollen. Ein Schwerpunkt der Anträge liegt in den Bereichen Mittagessen, Sportförderung und Schülerbeförderung. Weniger nachgefragt wird Musikunterricht. Es gibt regionale Unterschiede, die sich allerdings teilweise daraus erklären, dassbestimmte Leistungen schon von anderer Seite finanziert werden. So übernimmt z.B. das Land Brandenburg die Schülerbeförderungskosten, so dass dort keineentsprechende Anträge gestellt werden müssen.
 
Wir haben uns auch darauf verständigt, die teilweise recht bürokratischen Vorgaben weiter zu reduzieren. Bund, Länder und Kommunen waren sich allerdings einig, dass das Bildungspaket ein besserer Weg ist als zusätzliche Geldleistungen, die längst verpufft wären. Wir werden weiter bei den Eltern gezielt für die Teilhabe werben. Eltern, die ihren Kindern durch den fehlenden Antrag das Bildungspaket vorenthalten, mindern deren Bildungschancen. Das ist nicht im Interesse der Eltern und auch nicht im Interesse der Gesellschaft, denn Kinder ohne ausreichende Bildung sind die Hartz-IV Empfänger von morgen. Nicht nur der Staat hat eine Bringschuld für mehr Bildung und für mehr Chancengleichheit für bedürftige Kinder, sondern auch die Eltern haben eineHolschuld. Zusätzlich soll durch eine wissenschaftliche Studie geklärt werden, warum und aus welchen Gründen das Teilhabepaket weniger in Anspruch genommen wird. Wenn die Ergebnisse vorliegen, werden wir gezielt gegensteuern. Wir gehen davon aus, dass beim nächsten Treffen im November die Antragszahlen weiter deutlich gestiegen sein werden.  Das Bildungspaket ist so wichtig, dass wir alles daran setzen müssen, es zu einem flächendeckenden Erfolg zu führen."
Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.