aktuelles

2010-08-24
Bundeswehr-Reform: Zivildienst sichern - Standortgemeinden helfen
Statement des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg, zu den Plänen des Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, den Wehrdienst auszusetzen und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Zivildienst. 
" Wenn die Wehrpflicht und entsprechend der Zivildienst ausgesetzt wird, ist dass das Ende des Zivildienstes.  Ein ausgesetzter Zivildienst wird in alter Form nicht rückholbar sein.  Gerade für viele alte Menschen, aber auch z. B. fûr schwerbehinderte Kinder sind die 'Zivis' eine wichtige Hilfe bei der Bewältigung des täglichen Tagesablaufs. Wie der nötige Ersatz geschaffen werden kann ist bisher unklar.

Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass bei Wegfall des Zivildienstes zehntausende neue Vollzeitstellen über den Arbeitsmarkt geschaffen und finanziert werden können. Die Überlegungen von Bundesministerin Schröder, einen bundesweiten freiwilligen Zivilsdienst einzuführen, sind zu begrüßen. Es ist allerdings fraglich, ob dieses Modell die Lücke tatsächlich schließen kann. Dafür sind zusätzliche Anreize und erhebliche Finanzmittel notwendig, die bisher nicht vorgesehen sind.

In einer alternden Gesellschaft sollte zudem überlegt werden , ob nicht jeder junge Mensch verpflichtet sein sollte, sich für eine bestimmte Zeit für die Gemeinschaft zu engagieren. Das ist auch eine Chance für zusätzliche Sozialkompetenz, die im späteren Berufslebem so wichtig ist. 

Schließlich dürfen im Falle von Standort-Schließungen die betroffenen Städte und Gemeinden nicht einfach ihrem Schicksal überlassen werden, da sie gute Gastgeber für die Bundeswehr waren . Notwendig ist eine enge Abstimmung und die Bereitstellung von Konversionsmitteln durch den Bund. "



Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.