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2011-01-31
Dezentrale Energieversorgung gefordert
Der Städte-und Gemeindebund hat Vorwürfe aus der Industrie scharf zurückgewiesen, wonach die Kommunen nicht in der Lage seien, einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung zu leisten.
In einem  Gespräch mit  der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch) warnte Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg Politik und Wirtschaft  dringend davor,  beim neuen Energiekonzept erneut vor allem auf die vier großen Energiekonzerne zu setzen. „Das Misstrauen der Bürger gegenüber großen Einheiten und Monopolisten ist groß“, sagte Landsberg. Die Bürger wollten dezentrale und auch kommunalgeprägte Angebote. Wer dies missachte, schüre Politikverdrossenheit. Das Investitionsvolumen der rund 1400 Stadtwerke beträgt nach Angaben des Gemeindebundes aktuell über 8 Milliarden Euro für 5000 Megawatt Stromerzeugung. „Das entspricht fünf mittleren Atomkraftwerken“, betonte Landsberg.  Auch der notwendige gigantische Ausbau des Stromnetzes werde niemals ohne, sondern nur mit den Kommunen gelingen deren Planungshoheit ein zentraler Baustein ist.

Der Präsident des Bundesverbandes der Industrie (BDI) , Hans-Peter Keitel, hatte zuvor erklärt, viele Gemeinden hätten große Probleme, die Energieversorgung vernünftig zu bewältigen. Auch der Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen warnte davor, die Strukturen zu kleinteilig zu gestalten.
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