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2011-03-02
Flächendeckende Versorgung mit Hochleistungs-Breitbandnetzen unverzichtbar
Keine digitale Spaltung des Landes

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine flächendeckende Versorgung mit leistungsstarken Breitbandnetzen in den nächsten fünf Jahren. „Die Anbindung an schnelle und leistungsfähige Datenleitungen ist von entscheidender Bedeutung für Städte und Gemeinden“, erklärte Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des kommunalen Spitzenverbandes, heute in Berlin. „Der derzeitige Mangel an Hochgeschwindigkeitsinternet in den ländlichen Regionen trifft den Lebensnerv der Kommunen. Ohne flächendeckende schnelle Breitbandnetze verspielt Deutschland seine wirtschaftliche Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes.
Neue technische Entwicklungen und zukünftige Nutzungsmöglichkeiten führen dazu, dass die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Datennetze kontinuierlich steigen werden. Immer mehr Unternehmen benötigen heute schon leistungsfähige Leitungen im Gigabit-Bereich. Der weltweite Datenverkehr wird sich bis zum Jahr 2014 vervierfachen, so eine Studie des Unternehmens Cisco. Für Deutschland wird sogar eine Steigerung um 500 Prozent prognostiziert. Hinzu kommt, dass für die Datenspeicherung im Netz, das sog. „Cloud Computing“, symmetrische Anbindungen immer bedeutsamer werden. Daten müssen nicht nur schnell aus dem Netz heruntergeladen, sondern auch in vergleichbarer Geschwindigkeit gesendet werden können.

Die Ankündigung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2014
75 Prozent der Haushalte in Deutschland mit Breitbandanschlüssen von 50 MBit/s zu versorgen, reiche nicht aus. „Wir brauchen diese Geschwindigkeiten flächendeckend auch und gerade in den ländlichen Regionen. Eine digitale Spaltung des Landes in gut versorgte Ballungsgebiete und nicht angebundene ländliche Regionen ist nicht hinnehmbar.“

Für den flächendeckenden Aufbau eines Glasfasernetzes werden 40 bis 60 Milliarden Euro benötigt. „Für den Aufbau derartiger Netze sind investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und gemeinsame Anstrengungen aller Akteure notwendig. Dabei geht es nicht nur um die großen Telekommunikationskonzerne. In vielen Regionen engagieren sich auch kommunale Unternehmen und bauen ein Glasfasernetz auf. Damit die Unternehmen bereit sind, die notwendigen Investitionen zu tätigen, benötigen sie Planungssicherheit und entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen“.

Pressemitteilung Nr. 06
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