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2010-10-18
Gemeindebund will neuen Krippengipfel - Landsberg: Bisheriger Finanzbedarf überholt
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat einen neuen Krippengipfel zur Finanzierung des Ausbaues der Kinderbetreuung verlangt, nach dem das Verfassungsgericht für das Land NRW das Land verpflichtet hat, für diese zusätzliche kommunale Aufgabe auch zusätzliches Geld bereit zu stellen.
Der beim letzten Gespräch von Bund und Ländern 2007 festgelegte Finanzbedarf für den Kita-Ausbau von rund 12 Milliarden Euro sei überholt, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der RHEINPFALZ am SONNTAG. Schon damals hätten die kommunalen Spitzenverbände die Ansicht vertreten, dass für die 750.000 Kita-Plätze mindestens 18 Milliarden Euro nötig sein.

Der Unterschied ergibt sich nach Ansicht Landsberg aus der falschen Annahme von Bund und Ländern über den tatsächlichen Bedarf. Es werde immer schwerer, die geeignete Tagesmutter zu finden und viele Eltern bevorzugten inzwischen die Betreuung in einer Kita. "Wenn wir das Ausbauziel erreichen wollen, muss die Finanzierung neu festgelegt werden", forderte der Hauptgeschäftsführer. Er geht davon aus, dass auch die festgelegten 750.000 Plätze nicht mehr ausreichten. Landsberg warnte davor, vor dem Problem die Augen zu verschließen und die Verantwortung von einer staatlichen Ebene auf die andere  zu schieben.
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