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2015-11-24
Bädersterben gefährdet Schwimmunterricht
© Mariusz Niedzwiedzki - Fotolia.com
 Etwa ein Drittel der Kinder zwischen zehn und 12 Jahren können nicht schwimmen. „Besonders wichtig für den Schwimmunterricht sind öffentliche Bäder in den Städten und Gemeinden. Dass diese immer öfter aus Kostengründen geschlossen werden, stellt die Wasserwacht als Anbieter von Schwimmkursen vor große Probleme“, erklärte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters am Dienstag.

Gemeinsam mit dem Bundesleiter der DRK-Wasserwacht Alexander Radwan hatte sich Dr. Seiters mit dem Geschäftsführenden Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes) Dr. Gerd Landsberg in Berlin zu einem informellen Gedankenaustausch getroffen. Bei diesem Treffen wurden Wege erörtert, wie in der Bevölkerung und besonders unter den Schülern die Schwimmkenntnisse verbessert werden können. „Da unsere Helfer kommunale Schwimmbäder auch für Ausbildung und Training nutzen, ist es für die Wasserwacht existenziell, das Bädersterben aufzuhalten“, so Alexander Radwan. Nach Schätzungen sind in den letzten Jahren deutschlandweit 500 Bäder geschlossen, bzw. in „Spaß“-Bäder umgewidmet worden. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg, verwies darauf, dass Schwimmbäder unverzichtbare Bestandteile der Daseinsvorsorge sind. Es geht nicht nur darum, dass Kinder möglichst früh schwimmen lernen, sondern es ist auch wichtig, dass derartige Einrichtungen eine bedeutsame Kommunikation zwischen den gesellschaftlichen Gruppen in einer Stadt darstellen. Der Schwimmverein und die Sportmöglichkeit vor Ort können auch einen wichtigen Beitrag zur Integration verschiedener Gruppen und auch von Flüchtlingen leisten. Wir erwarten, dass die Länder die Kommunen beim Erhalt und Ausbau von Schwimmbädern deutlicher unterstützen.

Auch Fragen der Einbeziehung der DRK-Wasserwacht bei Ausbau des Hochwasserschutzes wurden bei dieser Gelegenheit beraten. In den letzten Jahren hat die Wasserwacht in verschiedenen Qualifizierungsmaßnahmen Führungskräfte geschult, die in Hochwassersituationen die Krisenstäbe der betroffenen Regionen fachlich unterstützen können. Wichtig dafür wäre die Gleichstellung von ausgebildeten Ehrenamtlichen mit den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr.

(Foto: © Mariusz Niedzwiedzki - Fotolia.com)

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