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2015-08-17
Schrumpfende Städte
© Alexander Raths - Fotolia.com

Am 13. August 2015 veröffentlichte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Studie „Wachsen oder Schrumpfen?“. Diese schlägt eine Typisierung vor, mit der eine wertneutrale und problemorientierte Zuordnung von Kommunen und Regionen erfolgen kann. Die aktuelle Bevölkerungsprognose zeigt, dass trotz hoher Zuwanderung aus dem Ausland, derzeit wird mit bis zu 750.000 Asylanträgen gerechnet, die Bevölkerungszahl in Deutschland schon in wenigen Jahren zurückgehen wird.

Auch vor dem Hintergrund der Studie äußerte sich  DStGB-Beigeordneter Norbert Portz ebenfalls am 13. August 2015 zum Thema „Schrumpfende Städte“ in einem Interview von WDR 5 und NDR Info. Dabei ging er auf drei zentrale Punkte ein:

•    Abwanderung aus Städten und Gemeinden führt zu einem Leerstand bei Wohnungen und im Einzelhandel. Eine zunehmende Verödung ist die Folge.

•    Die Nachfrage nach öffentlichen Dienstleistungen sinkt. So müssen beispielsweise Schulen und Bäder geschlossen werden und die Pro-Kopf-Ausgaben für die Infrastruktur (Wasser, Abwasser etc.) steigen. Jeder fehlende Einwohner bewirkt für die Kommune zudem bei der Einkommenssteuer einen Verlust zwischen 1000,- und 1500,- € pro Jahr.

•    Der Arbeitsmarkt vor Ort verliert an qualifizierten Fachkräften.

Portz führte im Interview insbesondere aus, dass die Abwanderung durch eine Stärkung der Wirtschaft vor Ort, durch attraktive Städte mit einer Mischnutzung von Wohnen, Arbeiten, Handel, Freizeit und Kultur sowie durch kommunales Zusammenwirken gemindert werden kann. Aber auch die Bürgerschaft, die Vereine und die Kirchen seien gefragt.

Weiter forderte Portz die Unterstützung von Bund und Ländern.

Die BBSR-Studie „Wachsen oder Schrumpfen?“ kann unter: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/AnalysenKompakt/2015/AK122015.html?nn=415476 heruntergeladen werden.

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