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2016-09-20
Chancen der Digitalisierung nutzen!

Breitbandausbau forcieren!

© vege - Fotolia.com

Der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr des Deutschen Städte- und Gemeindebundes hat sich im Rahmen seiner 46. Sitzung in Neuhausen auf den Fildern mit den Potenzialen der Digitalisierung für die Kommunen befasst. Die Digitalisierung spielt in den Kommunen eine immer größere Rolle. Über den Bereich der Verwaltung hinaus entscheiden digitale Angebote immer mehr über die Attraktivität eines Standortes. Mittels digitaler Apps können Städte und Gemeinden ihr touristisches Angebot vermarkten, sich als attraktiver Lebens- und Unternehmensstandort positionieren oder etwa den Parkraum intelligent managen.

„Mit dieser Entwicklung wird zugleich der Breitbandausbau immer mehr zum Nadelöhr der Digitalisierung. Die Ansiedlungsentscheidung eines Unternehmens ebenso wie die Entscheidung, wo eine Familie ihren Lebensmittelpunkt wählt, hängt heutzutage wesentlich davon ab, ob schnelle Internetverbindungen vorhanden sind und digitale Angebote genutzt werden können“, sagte Neuhausens Bürgermeister Ingo Hacker, der Mitglied des Ausschusses ist.

Deshalb muss eine flächendeckende Versorgung mit dieser Zukunftsinfrastruktur das Ziel aller beteiligten Akteure – der Politik, der Unternehmen und der Kommunen – sein. Insbesondere gilt es, eine digitale Spaltung von Stadt und Land zu verhindern. Fast 25 % der Haushalte in den ländlichen Regionen sind immer noch vom schnellen Internet abgeschnitten. In den Gebieten, in denen diese Technologie nicht vorhanden ist, entstehen der lokalen Wirtschaft somit Wettbewerbsnachteile. Dies trifft vor allem die überwiegend im ländlichen Raum angesiedelten mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden.

Dabei kann die Digitalisierung besonders im ländlichen Raum dazu beitragen, dass moderne Arbeitsplätze entstehen. Nicht allein Startup-Unternehmen, sondern die Wirtschaft generell ist zunehmend auf schnelle Breitbandverbindungen angewiesen. Von der Telemedizin bis hin zu Architekten- und Ingenieurbüros, die etwa für die Übermittlung von Bauplänen und Zeichnungen auf die schnelle Übertragung großer Datenmengen angewiesen sind.

Zudem kann die Digitalisierung dabei helfen, knappe Ressourcen intelligent miteinander zu vernetzen und so intelligente und alltagstaugliche Lösungen für die Menschen zu bieten. Über moderne Applikationen kann sich der regionale Einzelhandel zusammenschließen und seine Angebote digital vermarkten. Ältere Menschen und Menschen mit Behinderung können sich über digitale Applikationen verabreden und bei ihren Wegen zum Einkaufen, zum Arzt oder bei anfallenden Arbeiten durch ihre Mitmenschen Unterstützung erhalten. Pendler können auf ihren täglichen Routen zur Arbeit andere Menschen oder etwa auch Pakete ohne merklichen Mehraufwand mitbefördern.

„Bund und Ländern sind aufgefordert, den flächendeckenden Breitbandausbau weiter zu forcieren und Projekte zu unterstützen, die Chancen der Digitalisierung für ländliche Regionen in Deutschland zu erproben“, forderte Hacker abschließend.

(Foto:© vege - Fotolia.com)
(DStGB-Pressemitteilung Nr. 22-2016)

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