aktuelles

2016-04-20
Integration kostet zweistelligen Milliarden­betrag
Foto: © oneinchpunch - Fotolia.com
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützt das geplante Integrationsgesetz. Das gemeinsame Konzept von Bund und Ländern für die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und das darin festgeschriebene Prinzip des Förderns und Forderns sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die Umsetzung erfordert allerdings eine finanzielle Unterstützung der Kommunen in Milliardenhöhe.

Die Unterbringung anerkannter Asylbewerber wird allein schon rund 500 Millionen Euro kosten. Damit ist es jedoch nicht getan. Eine faire Verteilung der Geflüchteten und ein Vermeiden von Ghettobildung erfordern auch eine Ansiedlung im ländlichen Raum. Hier müssen Schulen und Kitas entstehen und Arbeitsplätze gefördert werden. Etwa 15 000 Erzieher und 22 000 Lehrer müssen neu eingestellt werden. Außerdem müssen jährlich rund 400.000 neue Wohnungen gebaut werden statt wie bisher rund 280.000. Eine erfolgreiche Integration wird einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten.

Aus Sicht des Deutschen Städte- und Gemeindebundes wäre es zudem sinnvoll, die Frage der Wohnsitzauflage für Flüchtlinge, die der Gemeindebund begrüßt und schon seit langem fordert, aus dem Gesetzespaket herauszulösen und sie vorab zu beschließen. Die Kommunen brauchen schnell Planungssicherheit für den Wohnungsbau.

(Foto: © oneinchpunch - Fotolia.com)

Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.