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Digitalisierung II

2017-10-23

Fitnessprogramm „Digitalisierung“ für Deutschland gefordert

© vege-Fotolia.com
Deutschland ist nur Mittelmaß bei der Digitalisierung und hat einen hohen Handlungsbedarf, um nicht den Anschluss zu verlieren, so die Erkenntnis der Studie „Digital.Kommunal.Deutschland. Smart Nation durch Smart Regions.“ der Quadriga-Hochschule Berlin. Zur Erhöhung des Digitalisierungsgrades müssen in den nächsten vier Jahren die notwendigen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Ausbau der Breitband-Infrastruktur oder eine einheitliche Digitalstrategie, geschaffen werden.

Grundvoraussetzung sei der flächendeckende Ausbau der Breitband-Infrastruktur, ohne die keine Digitalisierung und Vernetzung von Wirtschaft oder Gesellschaft, sei es in der Stadt oder auf dem Land, möglich ist. Wie das Fitnessprogramm aussehen kann, beschreibt die Quadriga Studie, unter anderem: die Einführung einer Digitalstrategie unter Einbezug der Regionen (Smart Nation durch Smart Regions), den Aufbau schneller Internetanbindungen mit Glasfaser und ein Datengesetz mit klaren Regeln für den Umgang und die Nutzung von Daten.

Professor Mario Voigt von der Quadriga-Hochschule Berlin: „Digitalisierung sollte Chefsache in Deutschland sein. Es braucht einen Chief Digital Officer, der koordiniert und nationale wie regionale Aktivitäten bündelt. Dabei sind die nächsten vier Jahre entscheidend für den Erfolg: Wir brauchen eine einheitliche Digitalstrategie für Smart Region und den Aufbau einer leistungsstarken Netzinfrastruktur mit Glasfaser und 5G. Dazu gehören die Schaffung digitaler Standards durch ein Datengesetz genauso wie ein Public Data Space als Referenzarchitektur." Dennoch müsse der Bürger im Mittelpunkt der Digitalstrategie stehen, denn es gehe um den Umgang und die Nutzung seiner Daten, heißt es in der Studie weiter.

Der Anspruch gleichwertiger Lebensverhältnisse bleibe auch in Zeiten der Megatrends Urbanisierung, demographischer Wandel, gesellschaftlicher Wandel, Klimawandel und Digitalisierung bestehen. Um die Abstände zwischen den Regionen zu verringern und ein Auseinanderdriften zu verhindern, wirbt die Studie für eine gesamtstaatliche Strategie einer Smart Nation Deutschland, die differenzierte regionale Strategien unter einer Vision Smart Region ermöglicht.

Die Fragen, welche Weichen heute für das Gelingen einer digitalen Transformation hin zu einer „Smart Nation“ in Deutschland gestellt werden müssen, wie Lösungsansätze für digitale Ökosysteme aussehen können, die den Bürger als Kunden in den Mittelpunkt stellen und was dies alles für die Bereiche Energie und Mobilität bedeutet, behandelt die Studie „Digital. Kommunal. Deutschland. Smart Nation durch Smart Regions.“ ebenfalls.

Die vollständige Studie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.quadriga-hochschule.com/digital

(Foto: © vege-Fotolia.com)

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