aktuelles

Nachhaltigkeit

2018-05-30

Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit

„Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen können nur gemeinsam mit den Kommunen erreicht werden“, sagte Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB, zum Auftakt der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit. Damit das gelingt, forderte Landsberg eine einheitliche und umfangreiche Förderung der kommunalen Umsetzung der Agenda 2030. „Im Koalitionsvertrag wird die Agenda 2030 als Richtschnur und Maßstab des Regierungshandelns festgelegt. Dem müssen nun Taten folgen!“, so Landsberg.

Deutschland hat im September 2015 zusammen mit allen anderen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen verabschiedet. Im Koalitionsvertrag macht sich die neue Bundesregierung die ambitionierte Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele selbst zur Aufgabe. Damit das gelingt, muss die kommunale Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie umfangreich gefördert werden. „Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie darf nicht das gleiche Schicksal ereilen, wie die bislang noch nicht erreichten Klimaschutzziele“, betonte Landsberg.

Die Kommunen können zur Umsetzung der Agenda 2030 einen erheblichen Beitrag leisten. Neben Ziel 11, das Städte und Gemeinden direkt anspricht, können auch alle anderen Ziele durch Kommunen umgesetzt werden. „Regionalität bei Lebensmitteln in Kindergärten und Kitas, Bildung für nachhaltige Entwicklung, umweltschonende Abfallentsorgung und die Entlastung unseres Wassers stehen auf vielen kommunalen Agenden und werden durch die 17 Ziele aufgegriffen“, so Landsberg. „Von diesem freiwilligen Engagement der Kommunen profitieren am Ende alle. Mit einer strukturierten und umfangreichen Förderung kann die Bundesregierung Anreize schaffen, um den kommunalen Einsatz auszubauen und zu vertiefen“, so Landsberg weiter.

Neben den positiven Auswirkungen, die eine kommunale Umsetzung der Agenda 2030 auf lokaler Ebene hat, sind aber auch globale Zusammenhänge von großer Bedeutung. Die 17 Ziele adressieren und reduzieren globale Ungleichheiten und tragen so zu verbesserten Perspektiven der Menschen in allen Ländern bei. „Nachhaltiges Handeln ist Fluchtursachenbekämpfung vor Ort. Durch die Umsetzung der Agenda 2030 können Kommunen einen erheblichen Beitrag zu verbesserten Perspektiven und Zukunftsfähigkeit, gerade in den Entwicklungsländern, leisten“, so Landsberg.

Derzeit wird die Umsetzung der Agenda 2030 über eine Vielzahl verschiedener Stellen gefördert. Eine ganzheitliche Umsetzung ist dadurch erschwert. „Die 17 Ziele sind untrennbar miteinander verbunden und bedingen einander. Deswegen brauchen wir statt einzelner Maßnahmen, die einzelne Ziele fördern, eine finanziell gut ausgestattete Förderstelle, die die Agenda 2030 im Blick hat“, forderte Landsberg abschließend.

(DStGB-Pressemitteilung Nr. 18-2018)