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2012-11-29
Nr. 111 - Kommunale Handlungsmöglichkeiten beim Ausbau der Windenergie – unter besonderer Berücksichtigung des Repowering
Damit die im Herbst 2010 von der Bundesregierung ausgerufene „Energiewende“ ein Erfolg wird, werden wir alle Ressourcen der alternativen Energieerzeugung mobilisieren müssen. Hierbei ist von besonderer Bedeutung, dass in Zukunft deutlich weniger auf zentrale Strukturen als vielmehr auf eine dezentrale Energieerzeugung und -versorgung gesetzt wird. Städten und Gemeinden kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle zu. Denn auf lokaler Ebene müssen die alternativen Energien angesiedelt, hier müssen die Stromtrassen gebaut, die Infra- und Speicherstruktur geschaffen werden und hier wird der erzeugte Strom auch verbraucht.

Neben der Photovoltaik und der Bioenergie besteht insbesondere bei der Windenergie ein weiterhin hohes Potenzial. Der Windenergieausbau in Deutschland hat sich seit dem Rekordjahr 2002 auf ein Niveau von etwa 1 700 bis 2 000 Megawatt pro Jahr konsolidiert. Die Ausbauziele der Bundesländer lassen jedoch erwarten, dass der Ausbau der Windenergienutzung – insbesondere auch an Land – in den kommenden Jahren noch spürbar zunehmen wird. In diesem Zusammenhang wird die Ausschöpfung der vorhandenen Potenziale durch den Austausch älterer durch neue, leistungsstärkere Windenergieanlagen, das sogenannte Repowering, wichtig bleiben. Aus wirtschaftlichen Gründen kommt für das Repowering aufgrund der EEG-Anreizregelung in der Regel der Ersatz von Windenergieanlagen in Betracht, die bereits seit mindestens zehn Jahren in Betrieb sind.

Die zweite Auflage der DStGB-Dokumentation „Kommunale Handlungsmöglichkeiten beim Ausbau der Windenergie – unter Berücksichtigung des Repowering“ stellt die Auswirkungen der Windenergienutzung und des Repowering auf lokaler Ebene umfassend dar. Anders als in der Vorauflage werden aber nicht nur Handlungsempfehlungen zum Thema „Repowering“, sondern auch zahlreiche Hinweise zur Windenergienutzung im Allgemeinen gegeben.

Die aktuelle Dokumentation informiert über die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und gibt Städten und Gemeinden wertvolle Hinweise zur planungsrechtlichen Steuerung von Windenergieanlagen. Weitere Themen wie etwa die Umwelteinwirkungen der Windenergie auf Anwohner, die Auswirkungen des Repowering auf den Netzausbau oder das wichtige Thema „Soziale Akzeptanz für Windenergienutzung und Repowering“ werden ebenfalls dargestellt.

Mit der umfangreich überarbeiteten DStGB-Dokumentation soll Kommunalvertretern und Planungsträgern in den Ländern und Kommunen erneut hilfreiche Hinweise zur planungsrechtlichen Absicherung und Entwicklung geeigneter Windenergie-Standorte aufgezeigt werden. Zu einer Erhöhung der Rechtssicherheit sowie zur Akzeptanzsteigerung tragen schließlich auch kommunale Praxisbeispiele sowie eine Übersicht der relevanten Gesetzesgrundlagen und länderspezifische Informationen bei.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Autoren der Dokumentation, allen Mitgliedern der beratenden Expertengruppe sowie der Kommunalen Umwelt-AktioN U.A.N., Hannover, für die Projektkoordination.

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