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2016-01-14
NR. 135 - Kommunale Entwicklungszusammenarbeit
© DStGB
Deutsche Städte und Gemeinden aktiv für die Eine Welt

Die Kommunen der Einen Welt stehen weltweit vor ähnlichen Herausforderungen. Das Handeln jeder Kommune wirkt sich auf die Situation in anderen Teilen der Welt aus. Ein gemeinsames Engagement im Rahmen einer kommunalen Entwicklungszusammenarbeit ist jetzt und für die Zukunft unerlässlich. In Einer Welt leben heißt, Verantwortung zu übernehmen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und diese zusammen umzusetzen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist eine wesentliche Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit, Fluchtursachen zu bekämpfen und Flüchtlingen, die in ihre Herkunftsländer zurückkehren, eine belastbare Perspektive zu bieten. Städte und Gemeinden sind hier maßgebliche Akteure, denn vor Ort findet sich die Expertise, um gemeinsam mit Partnern die Verhältnisse in anderen Teilen der Welt zu stabilisieren und Demokratisierungsprozesse zu unterstützen. Vor allem durch bürgerschaftliches Engagement und explizit mit Hilfe von Erfahrungen, Netzwerken und Sprachkenntnissen der Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund, lassen sich Brücken für eine Integration bauen.

Städte und Gemeinden haben als bürgernächste Ebene vielfältige Möglichkeiten, um sich durch wechselseitiges interkulturelles Lernen als weltoffene, global kompetente und zukunftsorientierte Kommune zu etablieren. Mit der Dokumentation „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“, die der Deutsche Städte- und Gemeindebund gemeinsam mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global veröffentlicht hat, soll auf das breite und vielfältige Engagement gerade kleinerer und mittlerer Kommunen für die nachhaltige Gestaltung der Einen Welt aufmerksam gemacht werden. Städte und Gemeinden, die im Bereich der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit noch nicht aktiv sind, sollen hier Anregungen für ein eigenes Engagement finden. Die Dokumentation soll neugierig machen, motivieren und ermuntern, sich entwicklungspolitisch zu engagieren.

Die vielen Praxisbeispiele zeigen, dass Entwicklungspolitik nicht von der Größe einer Gemeinde abhängt und dass es neben den bedeutenden klassischen Städtepartnerschaften vielfältige weitere Betätigungsfelder gibt, um sich für eine gerechtere und nachhaltige Eine Welt einzusetzen. Für viele Städte und Gemeinden mit klammen Haushaltskassen ist ein entwicklungspolitisches Engagement allerdings nicht ganz leicht umsetzbar. Die Dokumentation „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ zeigt anhand vieler Beispiele auf, welche  themen- und projektbezogenen Fördermöglichkeiten den Kommunen zur Verfügung stehen. Hierzu berät die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (www.service-eine-welt.de) umfänglich.

Die Berichte der Dokumentation zeigen auf, dass Engagement nicht immer mit viel Geld gefördert werden muss. Ein erster Schritt kann es schon sein, das bereits vorhandene Potenzial in einer Kommune zu bündeln. Private Initiativen, Partnerschaftsvereine, Migrantengruppen, Bürgerinnen und Bürger, die private Kontakte in andere Länder pflegen, und weitere Akteure gilt es zu bündeln. Netzwerke bilden und gemeinsam agieren schafft Aufmerksamkeit und Motivation für ein umfangreicheres zivilgesellschaftliches Engagement, bei dem die Kommune unterstützen und mitwirken kann, ohne dass viel Geld aufgebracht werden muss.

Die Dokumentation „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit. Deutsche Städte und Gemeinden aktiv für die Eine Welt“ kann kostenlos heruntergeladen werden.

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