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2015-02-04
Aufnahme von Flüchtlingen stellt Städte und Kreise im Land vor große Herausforderungen
Aloysius Söhngen, Vorsitzender des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz und Verbandsgemeindebürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, hat in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erläutert, was die Aufnahme von Flüchtlingen für eine Kommune konkret bedeutet.

Wie sehr belasten die steigenden Zahlen die Kommunen?
Aloysius Söhngen: Auf die Kommunen ist eine riesige Welle zugerollt, die Zahlen sind in kurzer Zeit sehr stark gestiegen. Das führt zu mehr Personalbedarf in der Verwaltung - und es kostet mehr.

Wie sehr trifft das die ohnehin maroden Kommunalfinanzen?
Aloysius Söhngen: Die Kommunen in Rheinland-Pfalz sind schon unterfinanziert, die Liquiditätskredite besonders hoch. Jetzt kommen neue Aufgaben dazu, die für kleine Verwaltungen durchaus sehr schwer sind. Das wird die Defizite vergrößern. In der Verbandsgemeinde Prüm müssen wir zum Beispiel eine neue Stelle schaffen. Den Aufwand bekommen sie nirgendwo erstattet. Personalaufwendungen sind von Verbandsgemeinden zu erbringen. Das ist nicht abgebildet in den Pauschalen, die das Land zahlt pro Asylbewerber.

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