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fachkräfte

2019-12-18
Fachkräftegipfel mit ersten ergebnissen
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Die Bundesregierung hat sich mit den Ländern, Unternehmensverbänden und Gewerkschaften auf konkrete Schritte gegen den Fachkräftemangel verständigt. Insbesondere das Visa- und Anerkennungsverfahren soll schneller werden. Angesichts des Fachkräftemangels bei IT-Fachkräften, in den sozialen und den technischen Berufen, ist es auch aus kommunaler Sicht wichtig, dass es eine konsequente Fachkräfteoffensive auf drei Säulen gibt. Neben der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten bleiben weiterhin die Qualifizierung von Inländern und die Fachkräfteanwerbung aus anderen EU-Staaten von großer Bedeutung.

Das im Sommer beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird zum 1. März 2020 in Kraft treten. Das neue Gesetz bildet die rechtliche Grundlage für die Fachkräftezuwanderung nach Deutschland. Es soll akademisch und beruflich qualifizierten Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern den Zuzug nach Deutschland erleichtern. Die Bundesregierung will so dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften begegnen, der nicht durch inländische und europäische Kräfte gedeckt werden kann. 

Wie eine Fachkräfteoffensive aussehen kann, besprachen Vertreter aus Bund, Ländern, Unternehmen und Gewerkschaften beim Fachkräftegipfel am 16.12.2019. Die Teilnehmer verständigten sich in einer Absichtserklärung unter anderem darauf, Visums- und Anerkennungsverfahren zu beschleunigen. Zudem sollen Fachkräfte und ihre Angehörigen, die nach Deutschland kommen, bei der Wohnungssuche und bei Behördengängen stärker von den Unternehmen unterstützt werden.

Nicht nur die Privatwirtschaft, sondern auch die Kommunen brauchen dringend Fachkräfte. Dies ergab eine Umfrage des DStGB zusammen mit der Unternehmensberatung publecon aus dem Sommer 2019. Vor allem bei IT-Fachkräften, Absolventen von Ingenieurstudiengängen, Erziehern, Technikern sowie Meistern in technischen Berufen wurde ein Rückgang bei den Bewerberzahlen im Vergleich zur ersten Befragung 2012 festgestellt.

Anmerkung des DStGB

Die Anwerbung von Fachkräften aus sogenannten Drittstaaten wird für den deutschen Arbeitsmarkt in Zukunft ein immer wichtigerer Faktor werden. Daher ist es gut, dass die Visums- und Anerkennungsverfahren beschleunigt werden sollen. Dazu braucht es ein besseres Angebot an Sprachkursen im Ausland, um potentiellen Bewerbern schon im Vorfeld der Einreise die notwendigen Sprachkompetenzen zu vermitteln. Die Konzentration auf die Anwerbung ausländischer Fachkräfte darf jedoch keinesfalls dazu führen, dass die Qualifizierung und Umschulung von Inländern oder aber die Anwerbung von Fachkräften aus anderen EU-Staaten weniger intensiv betrieben wird. Notwendig ist viel mehr auf alle drei Säulen zu setzen, damit in den nächsten Jahren das Delta bei Fachkräften geschlossen werden kann.

Die Ergebnisse der Studie sind unter www.publecon.de und auf der Homepage des Innovators Club

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