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Nachhaltigkeit

2018-09-18
Enkeltauglich in niedersachsen
© Henning Angerer

Am 12.09.2018 war WELT VOR ORT zu Gast an der Felix-Nussbaum-Schule in Walsrode. Dabei ging es um Nachhaltigkeit in Kommunen und die Umsetzung der Agenda 2030 auf lokaler Ebene. Viele spannende Beiträge, unter anderem von Dr. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Krüger, Bürgermeister der Stadt Geestland und erster Nachhaltigkeitsbotschafter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und den Schülern der Nachhaltigen Schülergenossenschaft GENOWA sorgten für einen spannenden Nachmittag.

Nachhaltigkeit breit verankern – unter dieses Motto kann man die letzte Veranstaltung von WELT VOR ORT nachträglich stellen. Damit wirklich von Nachhaltigkeit gesprochen werden kann, müssen alle Teile der Gesellschaft mit dabei sein. Vom Kita-Kind bis zum Rentner, in Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bildung und Bürgerschaft: Sie alle müssen für die Nachhaltigkeit gewonnen werden. Die Kommunen spielen dabei eine zentrale Rolle. In den Städten und Gemeinden treffen alle genannten Akteure zusammen, tauschen sich aus, interagieren und kooperieren und finden ihren Lebensmittelpunkt. Aus diesem Grund Kommunen müssen Kommunen bei der Nachhaltigkeit voran gehen und als Katalysator für Nachhaltigkeit ihre lokalen Akteure unterstützen und fördern. Wie das angegangen werden kann, darum ging es am 12.09.2018 in der Felix-Nussbaum-Schule in Walsrode.

Den Auftakt machten Andre Reutzel, 1. Stadtrat von Walsrode und Dr. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. Sie betonten insbesondere die Verantwortung, die wir alle tragen: So zu wirtschaften und leben, dass wir folgenden Generationen eine intakte Welt hinterlassen. Dabei sprachen sie auch die Herausforderungen, die die Nachhaltigkeit mit sich bringt. Wie kann, zum Beispiel, Wirtschaftswachstum gelingen, das die Ressourcen des Planeten nicht überstrapaziert? Solche Herausforderungen zu Chancen zu machen, das ist die Kunst der Nachhaltigkeit. Eine nachhaltige Wirtschaft, die Ressourcen schützt ist essentiell dafür, dass auch mittel- und langfristig noch genügend Ressourcen vorhanden sind um erfolgreich zu wirtschaften.

Dass Nachhaltigkeit kein Mindestalter kennt, zeigten die Schülerinnen und Schüler der Nachhaltigen Schülergenossenschaft GENOWA an der Felix-Nussbaum-Schule. Die vielen, in einer Genossenschaft zusammengeschlossenen Schülerfirmen in denen die Schülerinnen und Schüler tätig sind, haben sich schon früh dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet. Das konnten die Teilnehmer der Veranstaltung eigens erfahren, denn für das leibliche Wohl sorgte eine der Schülerfirmen der Genossenschaft. Selbstverständlich mit nachhaltig produzierten, regionalen Produkten oder Produkten aus dem fairem Handel.

Als neuer Botschafter für Nachhaltigkeit des Deutschen Städte- und Gemeindebundes stellte Thorsten Krüger, Bürgermeister der Stadt Geestland das Engagement seiner Kommune bei der Nachhaltigkeit vor. Krüger betonte insbesondere die Notwendigkeit, das Heft in die Hand zu nehmen. „Wir reden. Wir reden, wir reden, wir reden, aber wir müssen handeln!“, resümierte er. Dazu sei besonders wichtig, dass Aktionen gemeinschaftlich umzusetzen, um die Idee der Nachhaltigkeit in der gesamten Gesellschaft zu verankern.

Viele weitere interessante und spannende Beiträge von Dr. Katrin, Geschäftsführerin der Kommunalen UmweltaktioN U.A.N., Dr. Volkert Wiesner, Wissenschaftler am Institut für Nachhaltigkeitssteuerung der Leuphana Universität Lüneburg, Annette Turmann von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und Julian Cordes vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen rundeten die Veranstaltung ab und gaben eine gute fachliche Tiefe.

Die Veranstaltung wurde zusammen mit dem Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund und seiner Kommunalen UmweltaktioN U.A.N. organisiert.

(Fotos: Henning Angerer)

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