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Entwicklungspolitik/Klimaschutz

2017-11-15
Kommunale Partnerschaften zum Klimaschutz
Climate Planet bei der COP23 © Jonas Wiggers/DStGB

Am Dienstag veranstaltete der Deutsche Städte- und Gemeindebund im Rahmen der Weltklimakonferenz eine Podiumsdiskussion zum Thema kommunale Klimapartnerschaften. Vernetzung und Partnerschaften bieten Kommunen viele Möglichkeiten Wissen auszutauschen oder gemeinsame Projekte umzusetzen. Die Podiumsteilnehmer zeigten auf, wie in Deutschland durch Vernetzung auf kommunaler Ebene der Klimaschutz vorangebracht wird. Darüber hinaus sind es internationale kommunale Partnerschaften für den Klimaschutz, die zunehmend im Fokus stehen.

Vom 6. bis zum 17.11.2017 findet in Bonn noch die Weltklimakonferenz (COP23) des Klimareferates der Vereinten Nationen (UNFCCC) statt. Zur größten, je in Deutschland abgehaltenen Konferenz sind 25.000 Teilnehmer nach Bonn gekommen. Ziel der COP23 ist es, das in Paris beschlossene Klimaabkommen zu konkretisieren.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund war mit einer Podiumsdiskussion zum Thema kommunale Klimapartnerschaften auf der COP23 vertreten. Hier diskutierten Silke Nolting von der Kommunalen UmweltaktioN U.A.N., Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland und Dr. Babett Nieder, Hertener Beauftragte für Energie und Innovation die Vorteile und Herausforderungen kommunaler Vernetzung und Partnerschaften für den Klimaschutz und stellten ihr eigenes Engagements vor.

Die Kommunale UmweltaktioN U.A.N. ist der erste kommunale Umweltverband Deutschlands und hat sich zum Ziel gesetzt, den örtlichen Umweltschutz zu unterstützen und vernetzen. Durch verschiedene Aktionen werden so nicht nur Beratungsangebote entwickelt, sondern auch konkret auf Menschen und Kommunen zugegangen, um sie für den Umweltschutz zu begeistern.

Die Klimaschutzagentur Weserbergland hat sich seit ihrer Gründung einen Namen als regionaler Akteur gemacht und bietet Kommunen in der Region ein reiches Portfolio an Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Besonders hervorzuheben ist hier das Engagement, ach kleine Kommunen miteinander zu vernetzen und so einen entscheidend dazu beizutragen, dass Engagement für den Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen erst möglich werden.

Als ehemalige Bergbauregion, gerade im Kohleabbau ist Herten heute der Klima- und Umweltschutz ein besonderes Anliegen. Dazu hat Herten das Klimakonzept 2020+ auf den Weg gebracht, vergibt einen eigenen Klimapreis und hat dadurch auch ein reichhaltiges Engagement der hertener Bürgerschaft ausgelöst. Darüber hinaus ist Herten Zeichnungskommune des Covenant of Mayors, einem internationalen Zusammenschluss von Kommunen, der sich insbesondere für die Reduzierung von städtischen Treibhausgasemissionen einsetzt.

Bei der Podiumsdiskussion fand vor allem das Thema der kommunalen Partnerschaften und der kommunalen Netzwerke zum Klimaschutz besondere Betonung. Diese ermöglichen zum einen einen regen Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen und den Austausch innovativer Ideen. Zum anderen ermöglichen sie aber gerade auch kleineren Kommunen die Möglichkeit, zusammen mit Partnern große Projekte zum Klimaschutz zu verwirklichen. Darüber hinaus ist der Wert von kommunalen Partnerschaften und Netzwerken zum Klimaschutz für die Natur der Sache förderlich: Klima- und Umweltschutz kann nur ganzheitlich und flächendeckend erfolgreich betrieben werden. Netzwerke eignen sich in besonderer Art und Weise, Klimaschutzbemühungen zu koordinieren und so einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz auf kommunaler Ebene zu fördern.

(Foto: © Jonas Wiggers/DStGB)

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