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2017-03-01
Un startet Aktionskampagne zu den Nachhaltigkeitszielen in Bonn
© photothek/Ina Fassbender

Anfang 2016 sind die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) in Kraft getreten. Die 17 Ziele sollen bis 2030 umgesetzt werden und zu einer gerechteren, faireren und ökologischeren Welt führen. Um das Engagement für die SDGs zu unterstützen, hat die UN heute im Rahmen der Konferenz „Global Festival of Ideas for Sustainable Development“ (Weltweites Festival der Ideen für nachhaltige Entwicklung) die SDG Action Campaign gestartet. Die Kampagne mit Sitz in Bonn hat zur Aufgabe, die Nachhaltigkeitsziele zu bewerben und Engagement für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu fördern.

Thema der Konferenz ist vor allem die Ideensfindung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele: In den drei Tagen gehen die Teilnehmer der komplizierten Frage nach, wie sich die sehr ambitionierten Nachhaltigkeitsziele bis 2030 in die Wirklichkeit umsetzen lassen. Dies kam auch in der Eröffnung der Konferenz zur Sprache. Unter anderem unterstrich Dr. Alaa Murabit – selber UN-Botschafterin für die Nachhaltigkeitsziele – dass die Ziele sich gegenseitig bedingen und auch nur so ihre Umsetzung erfolgreich sein kann. „Bildung, Ermächtigung und Arbeit für und von Frauen  kann mehr zum globalen Wachstum beitragen als China und Indien zusammen“, sagte sie. So wirkt sich Engagement für Ziel 5 (Gleichheit der Geschlechter) auch positiv auf die Ziele 4, 8, 9 und 10 (Bildung, gerechte Arbeit, Industrie, Gleichheit) aus.

Der kommunalen Ebene wurde von allen Seiten besondere Relevanz attestiert. Damit die Ziele und ihre positiven Auswirkungen bei den Menschen ankommen, braucht es die politische Ebene, die den Menschen am nächsten ist -  die kommunale. Nur so können sich die Nachhaltigkeitsziele voll entfalten und global den Menschen nutzen. „Die SDGs sind keine politischen Ziele, sondern gesellschaftliche Ziele“, sagte auch Dr. Ingolf Dietrich vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ihre Umsetzung muss nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen stattfinden, denn nur so kann sich ihr Nutzen für den Einzelnen zeigen.

Das „Global Festival of Ideas for Sustainable Development“ ist nach eigenen Angaben die erste „spielbare Konferenz“ der Welt. Neben vielen spielerischen Aktivitäten findet über die Gesamtdauer der Konferenz das Planspiel „2030 Hive Mind“ statt. Das als App konzipierte Spiel stellt die Teilnehmer vor die Herausforderung der Umsetzung eines der Nachhaltigkeitsziele in einem fiktiven Land. Dazu setzen die Teilnehmer verschiedene Politiken ein, die sie über ein festes Budget regeln und priorisieren können. Der Austausch unter den Teilnehmern der Konferenz wurde dabei in den Vordergrund gerückt: Wenn sie anderen Teilnehmern ihre Politiken zur Verfügung stellen, wird neues Budget für sie freigeschaltet. Andererseits kann auch kein Teilnehmer alleine die Herausforderung lösen, sondern muss von anderen Teilnehmern Politiken zur Verfügung gestellt bekommen. So zeigt die App durch ein Spiel die Wichtigkeit von Nachhaltigkeitsziel 17: Nur durch Partnerschaft können die SDGs erreicht werden.

Foto: © photothek/Ina Fassbender

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