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2017-04-18
Mehrheit will Alternativen zum Auto!
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Eine große Mehrheit der Deutschen will nicht mehr so stark auf das Auto angewiesen sein. Das ist eines der Ergebnisse der Umweltbewusstseinsstudie, einer repräsentativen Umfrage des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes.

91 Prozent der Befragten sagen demnach, dass das Leben besser werde, wenn der oder die Einzelne nicht mehr auf ein Auto angewiesen ist. 79 Prozent wünschen sich eine Stadtentwicklung, die die Alternativen zum Auto stärkt, für ihre eigene Stadt oder Gemeinde.

Das Auto ist laut Studie nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel in Deutschland. 70 Prozent der Befragten nutzen es mehrmals in der Woche. Allerdings kann sich die große Mehrheit der Autofahrer vorstellen, unter bestimmten Bedingungen mehr zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Je nach Größe des Wohnorts können sich zudem zwischen 46 und 61 Prozent der Autofahrer vorstellen, auf Busse und Bahnen umzusteigen.

Die Studie ist aus kommunaler Sicht zu begrüßen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine umweltfreundliche Mobilität in den Städten und Gemeinden immer mehr zum Standortfaktor wird. Städte und Gemeinden sind gut beraten, zu erkennen, dass eine Mobilität, die auf den Rad- und Fußgängerverkehr setzt, dazu beiträgt, neben der Lebensqualität auch die Wirtschaftskraft zu erhöhen. Deshalb gilt es, ein Leitbild für einen nachhaltigen Verkehr in den Städten und Gemeinden zu entwickeln, das die verschiedenen Verkehrsmöglichkeiten (zum Beispiel auch die Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen und die Etablierung von Mietradstationen) miteinander verbindet. Die Vernetzung von Verkehrsmitteln ist gleichzeitig ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum. Einen Anknüpfungspunkt für kommunale Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs bietet der kommunale Fahrradaktionstag, zu dem der DStGB mit weiteren Partnern in der Woche ab dem 12. Juni 2017 aufruft.

Im Übrigen zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die Idee der Nachhaltigkeit grundsätzlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Umweltschutz wird dabei nicht als isoliertes Politikfeld wahrgenommen, sondern als Teil der Lösung für große ökonomische und soziale Herausforderungen. 67 Prozent der Befragten sehen Umweltschutz als notwendige Voraussetzung, damit Zukunftsaufgaben wie die Globalisierung gestaltet werden können. Große Teile der Bevölkerung sehen Umweltschutz zudem als Voraussetzung für Wohlstand (58 Prozent), Wettbewerbsfähigkeit (51 Prozent) und neue Arbeitsplätze (48 Prozent). Im Bereich der sozialen Gerechtigkeit wird dieser Zusammenhang mit 37 Prozent weniger gesehen.

Die Ergebnisse der Studie sind im Internetangebot des BMUB bzw. des Umweltbundesamtes abrufbar (siehe unten).

(Foto: © VRD-Fotolia.com)

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