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2013-12-18
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter passiert Bundesrat
Der Bundesrat hat am 29.11.2013 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter mit einigen Änderungen zugestimmt. Trotz einiger Verbesserungen aus Sicht des DStGB sind hiermit nicht alle Kritikpunkte der kommunalen Spitzenverbände beseitigt. Beispielsweise ist die Ausbildung weiterhin nicht konsequent modular und mit Zwischenprüfungen geplant. Dies hätte bereits langjährig als Rettungsassistenten bei der Feuerwehr tätigen Praktikern den Übergang in die neue Berufsausbildung erleichtert. Die neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter kann nun zum 01.01.2014 in Kraft treten. Das Außerkrafttreten der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Rettungsassistenten ist für den 31.12.2014 vorgesehen, wobei Ausbildungen, die bis dahin begonnen wurden, noch abgeschlossen werden können.

Mit der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSanG-APrV) sollen das Anfang 2014 in Kraft tretende Notfallsanitätergesetz ergänzt und die inhaltlichen Anforderungen an die Ausbildung für den Beruf der Notfallsanitäterin und den Notfallsanitäter festgelegt werden. Ziel ist es, eine qualifizierte und flächendeckende notfallmedizinische Hilfe auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik sowie die Bereitstellung eines hochwertigen Rettungswesens zu gewährleisten. Ferner soll eine kompetenzorientierte Ausbildung sichergestellt werden.

In der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung ist eine dreijährige Ausbildung geplant. Dabei gliedern sich die 4.600 Stunden der Ausbildung in 1.920 Stunden für den theoretischen und praktischen Unterricht mit 10 Themenbereichen, 1.960 Stunden für die Ausbildung in genehmigten Lehrrettungswachen und 720 Stunden zum „Erwerb praktischer Erfahrungen im Rahmen der Wahrnehmung von sechs Funktionen in geeigneten Krankenhäusern“.

Die staatliche Prüfung soll jeweils einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil umfassen und grundsätzlich an der Schule abgelegt werden, an der die Ausbildung abgeschlossen wurde. Die Ausbildung vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter soll nach mindestens dreijähriger Berufspraxis als Rettungsassistent 480 Stunden, ansonsten 960 Stunden betragen.

Im Detail ist der letzte Stand zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in den Bundesratsdrucksachen 728/13 (zugrundeliegender Entwurf) sowie 728/13 (Beschluss) nachlesbar.

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