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2015-01-29
21. März: Internationaler Tag zur Überwindung von Rassismus
Jährlich finden um den UN-Tag gegen Rassismus herum in Deutschland Veranstaltungen statt, die sich gegen Rechtsextremismus und Alltagsrassismus richten. 2014 wurden deutschlandweit über 1.300 Veranstaltungen an 300 Orten registriert. Veranstalter vor Ort sind vielfach Sportvereine, Gewerkschaften, Betriebe, Religionsgemeinschaften, Bürgerinitiativen, Migrantenselbstorganisationen, Schulen und Volkshochschulen.

Angesichts der nicht nur durch die PEGIDA-Bewegung geschürten Ängste gegenüber Muslimen und Flüchtlingen wendet sich die „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ gezielt auch an Bürgermeister mit der Bitte, ihre Mitarbeiter zu ermuntern, am 21.03. Aktivitäten gegen Rassismus zu initiieren oder zu unterstützen wie beispielsweise Bürgerdialoge und Bürgerforen. 

Der DStGB begrüßt als Partner der Stiftung den Aufruf zu solchen Gesprächsangeboten, welche helfen, die aktuell wachsende Polarisierung in der Bevölkerung abzubauen und zur Versachlichung beizutragen. Er hält das Engagement für Toleranz und gegen Ausgrenzung für weiterhin sehr wichtig.

In vielen Kommunen gibt es bereits Initiativen und Bündnisse, die Veranstaltungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16.-29. März 2015 vorbereiten. So können z.B. durch Dialogveranstaltungen mit Muslimen und Flüchtlingen Vorurteile und Ängste in der Bevölkerung am ehesten abgebaut und Spaltungen in der Bevölkerung vermieden werden.

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus schlägt in einem an Oberbürgermeister in Deutschland gerichteten Schreiben vom 29.01.2015 vor, am Samstag, den 21. März 2015, vormittags öffentliche Bürgerdialoge und Bürgerforen, bei denen Vertretungen der Stadt und der von Vorurteilen betroffenen Minderheiten teilnehmen, durchzuführen oder zu fördern. Am Nachmittag könnten je nach den örtlichen Gegebenheiten beispielsweise unter dem Motto: „Zusammenhalt statt Ausgrenzung“ Kundgebungen, Menschenketten oder Spaziergänge vom Rathaus zu Kirchen, Moscheen, Synagogen und anderen Plätzen mit kurzen Reden stattfinden. Am Abend sind inhaltliche oder musikalische Veranstaltungen denkbar. Anregungen finden sich in den Materialien zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus, die bei der Stiftung bestellt oder bei www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de heruntergeladen werden können.

Vorgesehene Veranstaltungen sollten an den Veranstaltungskalender gemeldet werden, der aktuell bereits auf dieser Website zu finden ist. Dadurch wird der Austausch zwischen den Kommunen erleichtert.

Anlass für den UN-Gedenktag ist der von den Vereinten Nationen 1967 deklarierte "Internationale Tag zur Überwindung von Rassismus", mit dem die Staatengemeinschaft auf eine blutige Auseinandersetzung am 21. März 1960 in Südafrika während der Zeit der Apartheit reagierte.

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