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2013-05-30
DStGB bei den Trägern der Kampagne: "Sport" und "Politik" - gegen Rechtsextremismus im Sport
Unter dem Motto "Verein (t) gegen Rechtsextremismus im Sport" ist ein Netzwerk entstanden, das der rechtsextremen Unterwanderung des Sports und den rassistischen Parolen bei Sportveranstaltungen mit gezielten Maßnahmen begegnen will. Ziel ist es, die Vereinsmitglieder für das Thema zu sensibilisieren, sie vom Wegschauen zum Hinschauen zu bewegen und sich mit Rat und Tat dafür einzusetzen, dass rechtsextreme Erscheinungsformen bei Sportveranstaltung künftig nicht mehr konsequenzlos hingenommen werden. Inzwischen wurde die Kampagne-Homepage www.vereint-gegen-rechtsextremismus.de freigeschaltet, die aktuelle Informationen hierzu enthält. Der DStGB ist Partner der Kampagne.

Die Träger der Kampagne "Sport" und "Politik" - verein (t) gegen Rechtsextremismus im Sport" sind:

  • Deutsche Sportjugend (dsj) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB),
  • Deutscher Fussball-Bund (DFB),
  • Bundesministerium des Innern (BMI),
  • Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
  • Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) / Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) / Regiestelle „Zusammenhalt durch Teilhabe“ in der BpB,
  • Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)
  • Sportministerkonferenz (SMK)
  • Landessportbünde: über LSB Berlin in derzeitiger Sprecherfunktion
  • Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)


Hintergrund für die Kampagne ist, dass Sportvereine und –veranstaltungen für Rechtsextremisten offenbar von besonderem Interesse, da dort fast die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen aktiv ist. Versuche rechstextremistischer Einflussnahme im Sport haben sich z.B. in folgenden Formen gezeigt:

  • eigene – neue – Vereinsgründungen durch Rechtsextremisten
  • ehrenamtliche Tätigkeiten innerhalb von Vereinen durch Rechtsextremisten – als Trainer, insbesondere in der Jugendarbeit, Betreuer, Vereinsfunktionär etc.,
  • Tätigkeiten als Sponsoren und andere Unterstützungen,
  • gezielte – schleichende – Infiltration aktiver Sportler in bestehende Vereine bzw. Versuch aktiver Teilnahme an Wettbewerben,
  • Organisation von Turnieren, Trainings und sportlichen Freizeitangeboten durch Rechtsextremisten.

Die Empfehlungen des Netzwerkes basieren auf einem Konzept enthält, das neben einer Situationsanalyse Handlungsempfehlungen mit Schwerpunkt auf der Prävention enthält, die nun umgesetzt werden sollen. Dabei geht es insbesondere um folgende Punkte:

  • Sensibilisierung der Vereine für Versuche rechtsextremistischer Einflussnahme und Unterwanderung, z.B. durch Sponsoring oder Übernahme von Ehrenämtern / Trainerfunktionen durch Rechtsextreme,
  • Sportvereine und Sportverbände zu motivieren, uneingeschränkt und konsequent gegen jegliche rechtsextremistische Erscheinungsformen vorzugehen, sich hierzu entsprechend fortzubilden und sich öffentlich und in Vereinssatzungen gegen Rechtsextremismus zu positionieren,
  • Möglichst flächendeckend in den Strukturen des Sports verankerte Unterstützungsangebote und Ansprechpartner zu schaffen,
  • Durch eine Bündelung von Informationen und Vernetzung von externen Unterstützungsangeboten Vereinen Hilfestellungen zu geben und sie mit anderen Akteuren, die vor Ort gegen Rechtsextremismus aktiv sind, zusammenzubringen.
  • Vereine darin zu bestärken, ihre Möglichkeiten, insbesondere in der Jugendarbeit, zu nutzen, um ein tolerantes, von gegenseitigem Respekt geprägtes Vereinsklima zu schaffen und damit Rechtsextremismus und anderen Formen von Diskriminierung vorzubeugen.

Auf der Homepage www.vereint-gegen-rechtsextremismus.de stehen auch eine Reihe von Materialien zum Download, die der Information und der Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne: "Sport" und "Politik" - verein (t) gegen Rechtsextremismus im Sport" dienen. Die Städte und Gemeinden sind eingeladen, sich z.B. über den Aushang eines der Plakate der Kampagne hieran zu beteiligen.

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