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2010-12-20
Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Rechtsextremismus im ländlichen Raum
Unter dem Titel „Gemeinsam handeln: Für Demokratie in unserem Gemeinwesen!“ haben die Akademie für Sozialpädagogik und Sozialarbeit e.V. und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Rechtsextremismus im ländlichen Raum veröffentlicht.
Sie stellen kein „Patentrezept“ dar, informieren jedoch über Strategien, die bereits in einer Gemeinde erfolgreich waren und auch andernorts – nach Anpassung an die spezifischen Rahmenbedingungen und Problemlagen vor Ort - erprobt werden könnten. Die aus der Praxis in ländlichen Gemeinden abgeleiteten Empfehlungen geben denjenigen eine Hilfe, die sich vor Ort aktiv gegen Rechtsextremismus einsetzen.

Die 148 Seiten starke Broschüre steht zum kostenlosen Download unter www.b-b-e.de bereit und ist auch in diesem Schwerpunkt „Bekämpfung des Rechtsextremismus“ von www.dstgb.de unter der Rubrik „Grundlagen“ verfügbar.

Sie bildet den Abschluss des Modellprojekts „Zivilgesellschaft stärken. Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus im strukturschwachen ländlichen Raum“, an dem der DStGB mitgewirkt hat. Hierzu fand am 30.09.2010 eine gemeinsame Fachtagung statt. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „kompetent. für Demokratie“ von November 2008 bis Dezember 2010 gefördert.

Die nun vorliegende Handreichung richtet sich insbesondere an so genannte deutungsmächtige lokale Akteure, also Menschen, die in einer Gemeinde oder einer Region eine besondere Anerkennung genießen und/oder eine Schlüsselperson der Kommune darstellen (wie z.B. Bürgermeister/-innen, Vertreter/ -innen der Kommunalverwaltung und -politik sowie Verantwortungsträger/- innen bei der Polizei, in der Kirche, von Vereinen und in der Jugendarbeit). Darüber hinaus sollen sich grundsätzlich alle Bürger/-innen in ländlichen Gemeinden als Zielgruppen angesprochen fühlen, die gegen Rechtsextremismus vor Ort aktiv werden wollen und sich informieren möchten, wie sie dabei vorgehen können.

Lokale Strategien zur Bekämpfung des Rechtsextremismus können mit Hilfe der Empfehlungen besser die demokratischen Potenziale vor Ort aktivieren und somit effektiver der bedrohlichen Entwicklung, die sich manchen Orts in massiven Einflussnahmeversuchen der rechtsextremen Szene zeigt, begegnen.

Die Handreichung gliedert sieht vor allem folgende Punkte vor:

Präventionsstrategien gegen Rechtsextremismus im ländlichen Raum.
Kapitel 1: Kommunale Strategien zur Rechtsextremismusprävention.
Kapitel 2: Bürgerschaftliches Engagement als Präventionsstrategie gegen Rechtsextremismus.
Kapitel 3: Kommunale Demokratieförderung durch Partizipation und Beteiligung.
Kapitel 4: Mittelbeschaffung für Initiativen und Projekte .

Interventionsstrategien gegen Rechtsextremismus im ländlichen Raum.
Kapitel 1: Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im lokalen öffentlichen Raum.
Kapitel 2: Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im vorpolitischen Raum.
Kapitel 3: Lokalgeschichte und Heimat als Bezugspunkte demokratischen Handelns .
Kapitel 4: Aufbau von Initiativen und Empfehlungen für die Praxis .
Kapitel 5: Der Umgang mit Rechtsextremismus im persönlichen Umfeld.
Kapitel 6: Intervention und Prävention gegen Rechtsextremismus im Vereinsleben.
Kapitel 7: Der Umgang mit Rechtsextremismus in der Kommunalpolitik.

Service-Teil: Checklisten. Mustermaterialien. Methoden Externe Hilfen. Material- und Literaturhinweise.

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