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Stadtzentrum

2019-01-23
IFH-Untersuchung mit DStGB-Unterstützung: Bewertung deutscher Stadtzentren durch Passanten
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Mit der mit Unterstützung des DStGB zustande gekommenen Studie „Vitale Innenstädte“ untersucht das Institut für Handelsforschung (IFH) Köln zum dritten Mal, wie Passanten deutsche Stadtzentren bewerten. Leipzig, Erfurt, Trier, Stralsund und Wismar haben die attraktivsten Innenstädte. Convenience und Erlebnis sind Stellschrauben für zufriedene Besucher.

Warum kommen Besucher im digitalen Zeitalter noch in die Innenstadt und welche Aspekte sind ihnen dabei besonders wichtig? Dieser Frage ist das IFH Köln mit der Untersuchung „Vitale Innenstädte“ bereits zum dritten Mal nachgegangen: Es hat bundesweit an 116 Standorten insgesamt über 59.000 Interviews mit Innenstadtbesuchern geführt. Das Ergebnis: Auch dieses Mal verpassen die meisten deutschen Innenstädte zwar eine wirklich gute Bewertung. Sie erhalten aber im Durchschnitt die Schulnote drei plus (2,6).

Leipzig, Erfurt, Trier, Stralsund und Wismar sind die Klassenbesten
Um die einzelnen Teilnehmer besser vergleichen zu können und valide Daten für Zukunftsstrategien zu erhalten, haben sich die Städte innerhalb ihrer Größenklasse gemessen. Bei den Großstädten über 500.000 Einwohner konnte sich wie schon 2016 Leipzig durchsetzen. Die weiteren Top-Performer sind: Erfurt (200.000 bis 500.000 Einwohner), Trier (100.000 bis 200.000 Einwohner), Stralsund (50.000 bis 100.000 Einwohner) und Wismar (bis 50.000 Einwohner). Damit schneiden diese Städte u. a. in Sachen Ambiente, Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten, Ladenöffnungszeiten, Gastronomie, Einzelhandels-, Freizeit- und Dienstleistungsangebot insgesamt durchschnittlich am besten ab.

Attraktivität und Erlebnisfaktoren bieten Ansatzpunkte
Die Untersuchung zeigt: Städte, die bei den Einzelfaktoren Ambiente und Einzelhandelsangebot nicht punkten können, verlieren auch maßgeblich an Gesamtattraktivität. In diesen Dimensionen ist eine gute Bewertung durch die Besucher Pflicht. Was aber, wenn nun einmal keine pittoreske Altstadt vorhanden ist oder große Modemarken nicht vor Ort verfügbar sind? Die Studie zeigt weitere Einflussfaktoren auf, die maßgeblich auf das Gesamtbild einzahlen: Attraktivität und Erlebnis. So zeigt sich beispielsweise, dass Events gerade für kleinere Städte ein Hebel zur Erhöhung der Besuchsfrequenz sind.

Die Erfolgsfaktoren Attraktivität und Erlebnis sind in der Regel leichter operativ mit Maßnahmen zu beeinflussen als beispielsweise die Fassadengestaltung. Gerade wenn es darum geht, auch kurz- und mittelfristig Strategien und Maßnahmen für Innenstädte abzuleiten, bietet sich in diesen Handlungsfeldern eine ganze Reihe auch an kommunalen Möglichkeiten.