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2012-08-16
Studie „Wirkung von Einkaufszentren in der Innenstadt“ vorgestellt
Der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. (DV) hat am 20.06.2012 die Studie „Wirkung von Einkaufszentren in der Innenstadt – Synoptische Aufbereitung vorliegender Studien“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Erarbeitung der Studie wurde von den kommunalen Spitzenverbänden begleitet.
Der zusammenfassenden Studie zufolge bergen innerstädtische Einkaufszentren Chancen und Risiken zugleich. Daher müssen bereits bei der Planung einer Ansiedlung die lokalspezifischen Besonderheiten genau analysiert werden. Die von einem unabhängigen, wissenschaftlich-fachlichen Konsortium verfasste Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwar nur schwer verallgemeinerbare Erkenntnisse vorliegen, aber dennoch werden richtungsweisende Trends zur Wirkung von Einkaufszentren herausgearbeitet.

Die aktuelle Arbeit analysiert und vergleicht 37 vorliegende Studien anhand von sieben Indikatoren mit absatzwirtschaftlicher und städtebaulich-funktionaler Wirkung. Die Ansiedlung großflächiger Einkaufszentren verläuft seit den 1990-iger Jahren mit großer Dynamik – zunächst vor allem auf der „Grünen Wiese“, später nahezu nur noch in Innenstädten, wo im Jahr 2008 ganze 140 der 416 bestehenden Einkaufszentren standen. Mittlerweile ist auch eine Verlagerung des Entwicklungsfokus von Groß- auf Mittelstädte auszumachen. Zu diesem neuen Trend wie auch mit Blick auf die demnächst anstehende Revitalisierung zahlreicher älterer Einkaufszentren herrscht dringender Forschungsbedarf.

Im Ergebnis zeigt sich, dass der konkrete Ansiedlungsfall eines Einkaufszentrums vor dem Hintergrund der spezifischen Situation „vor Ort“ differenziert und fundiert betrachtet werden muss. Schließlich kann keine Studie die Diskussion vor Ort über Ziele und Leitbilder der Stadtentwicklung ersetzen. Zusammen mit den Instrumenten der Stadtentwicklungsplanung bietet die Studie kommunalen Akteuren und Entscheidungsträgern Hinweise, die Stärkung der Innenstadt in die eigene Hand zu nehmen.

Die Studie ist als kostenpflichtige, gebundene Langfassung beim Deutschen Verband erhältlich. Weitere Informationen sowie eine zwölfseitige Kurzversion steht unter www.dssw.de zum Download bereit.

(Bernd Düsterdiek)
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