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Wettbewerb

2019-08-05
Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Sieger bekannt gegeben
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„Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem der DStGB sowohl bei der Bereisung als auch in der Jury aktiv mitwirkt, bekannt gegeben worden. In dem federführend vom Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausgerichteten Wettbewerb wurden folgende Gewinner gekürt: Mit Gold ausgezeichnet werden die Dörfer Basberg (Rheinland-Pfalz), Bollstedt (Thüringen), Bötersen (Niedersachsen), Dissen (Brandenburg), Gestratz (Bayern), Lückert (Nordrhein-Westfalen), Rumbach (Rheinland-Pfalz) und Schaephuysen (Nordrhein-Westfalen).

Die acht Golddörfer konnten mit herausragendem bürgerschaftlichem Engagement, beispielhaften Ideen und zukunftsweisenden Konzepten überzeugen. Darüber hinaus wurden 15 Dörfer mit Silber und sieben Orte mit Bronze geehrt. Außerdem werden in diesem Jahr sechs Sonderpreise, die mit je 3.000 Euro dotiert sind, vergeben an sechs Dörfer: Garlitz für „Kultur im Dorf“, Langenreichenbach für „Engagement für Innovationen“, Oberesch für „Zusammenhalt für die Dorfentwicklung“, Quarnebeck für „Engagement gegen Extremismus“, Renchen-Ulm für „Engagement für Arten- und Biotopschutz“ sowie Waldkirchen für „Junge Dorfgemeinschaft lebt modernes Leitbild“.

Die Golddörfer erhalten ein Preisgeld von jeweils 15.000 Euro. Darüber hinaus werden die Silberdörfer mit 10.000 Euro Preisgeld und Orte mit Bronze mit 5.000 Euro Preisgeld geehrt.

Es ist beeindruckend, was die ausgezeichneten Dorfgemeinschaften ehrenamtlich auf die Beine gestellt haben. Sie haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was bürgerschaftliches Engagement leisten kann. Dies ist der Kitt unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und gerade auf dem Land ein wesentlicher Standort- und Bleibefaktor. Die Dörfer haben erfolgreich ihre Vorstellung eines attraktiven Dorflebens verwirklicht.

So wurde etwa eine ehemalige landwirtschaftliche Hofstelle zum generationenübergreifenden Wohnen nutzbar gemacht, die Wasserversorgung in Bürgerhand überführt, ein kostenloses WLAN-Netz eingerichtet oder mit einem elektrischen Dorfgemeinschafts-fahrzeug die Mobilität aller gesichert. Mit diversen Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energie schaffte es ein Dorf, energieautark zu werden, anderswo wurde eine alte Gärtnerei in eine Bogenschießhalle umgebaut und damit eine weitere Freizeitmöglichkeit geschaffen.

Der Dorfwettbewerb hat wieder einmal bewiesen: Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich ihrer Heimat verbunden, wollen sie besser machen. Und sie gehen Herausforderungen an, etwa wenn es um die Sicherung der Nahversorgung oder den Erhalt von Mobilität geht. Mit dem Dorfwettbewerb und dem Preisgeld wird dieses Engagement gewürdigt.

Hohe Zahl beteiligter Dörfer

Knapp 1900 Dörfer aus ganz Deutschland hatten sich am 26. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" beteiligt, um eine der Auszeichnungen zu erhalten. Insgesamt hatten es 30 Dörfer in die große Finalrunde geschafft. Die Bewertungskommission reiste vier Wochen von Dorf zu Dorf. Dabei hat sie etwa Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Planung und Gestaltung des Dorfes und seiner Umgebung bewertet.

Teilnehmer an der Bundesbewertungskommission

In der Bundesbewertungskommission waren neben dem Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und Landwirtschaftsministerien der Länder folgende Verbände vertreten:  Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Bauernverband, Deutscher Landfrauenverband, Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Deutscher Verband für Landschaftspflege, Verband der Gartenbauvereine in Deutschland, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Katholische Landjugendbewegung Deutschland sowie Bund Heimat und Umwelt. Der Traditionswettbewerb ist seit 1961 fester Bestandteil ländlicher Entwicklung und soll Menschen motivieren, ihre Zukunftsperspektiven zu bestimmen und aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität auf dem Lande mitzuwirken.

Siegerehrung und diesjährige Gewinner

Die Siegerehrung des Dorfwettbewerbs findet am 24. Januar 2020 während der Internationalen Grünen Woche in Berlin im Rahmen eines großen Dorffestes statt.

Weitere Hintergrundinformationen zum Dorfwettbewerb 2019 finden Sie unter www.bmel.de/dorfwettbewerb. Dort finden Sie unter anderem ein Kurzprofil mit Informationen zu allen teilnehmenden Dörfern sowie Details zu den Bewertungskriterien und dem Ablauf des Wettbewerbs.

26. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2019
Die Gewinner:

GOLD:
• Basberg, Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz
• Bollstedt, Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen
• Bötersen, Landkreis Rotenburg (Wümme), Niedersachsen
• Dissen, Landkreis Spree-Neiße, Brandenburg
• Gestratz, Landkreis Lindau, Bayern
• Lückert, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen
• Rumbach, Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz
• Schaephuysen, Landkreis Kleve, Nordrhein-Westfalen

SILBER:
• Backemoor, Landkreis Leer, Niedersachsen
• Bettingen, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz
• Dobbertin, Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern
• Garlitz, Landkreis Havelland, Brandenburg
• Hellmitzheim, Landkreis Kitzingen, Bayern
• Himmighausen, Landkreis Höxter, Nordrhein-Westfalen
• Langenreichenbach, Landkreis Nordsachsen, Sachsen
• Niederwalgern, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen
• Niederwinkling, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern
• Oberesch, Landkreis Saarlouis, Saarland
• Quarnebeck, Landkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt
• Räbke, Landkreis Helmstedt, Niedersachsen
• Schleberoda, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt
• Sögtrop, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen
• Waffenrod-Hinterrod, Landkreis Hildburghausen, Thüringen

BRONZE:
• Louisendorf, Landkreis Kleve, Nordrhein-Westfalen
• Mühl Rosin, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
• Nindorf, Landkreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein
• Oberhausen an der Nahe, Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
• Orferode, Werra-Meißner-Kreis, Hessen
• Renchen-Ulm, Ortenaukreis, Baden-Württemberg
• Waldkirchen, Vogtlandkreis, Sachsen

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